Auktionsarchiv: Los-Nr. 3213

BASILE DE LOOSE

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 3213

BASILE DE LOOSE

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

BASILE DE LOOSE (Zeele 1809–1885 Brüssel) 10 Alltagsszenen aus dem Belgien des 19. Jahrhunderts. Der hier zur Auktion kommende Werkkorpus des flämischen Malers Basile de Loose aus der Sammlung Rademakers umfasst zehn Genreszenen, die auf hervorragende Weise die belgische Interieurmalerei des 19. Jahrhunderts widerspiegeln. Gezeigt werden allerlei Szenen des bürgerlichen Lebens. So skizziert uns de Loose in Gemälden wie "Der Guckkasten" oder "Der Erstgeborene" durch seine Darstellungen der kleineren und grösseren Freuden des menschlichen Daseins auf einfühlsame Weise ein häusliches Glück im Leben des einfachen Volkes. Diese Szenen des friedlichen Familienlebens verankert de Loose durch die Darstellungsweise der Figuren im Stile des 19. Jahrhunderts in seine Zeit, verweist gleichzeitig jedoch durch den Vogelkäfig und das Porträt an der Wand im Hintergrund sowie durch die Holzbalkendecke auf Vorbilder aus dem 17. Jahrhundert. Tatsächlich sind diese Verweise auf die Genremalerei des 17. Jahrhunderts, die zu jener Zeit durch Vertreter wie David Teniers (1610–1690), Adriaen Brouwer (1605–1638) oder Jan Vermeer (1632–1675) zu ihrem Höhepunkt gelangte, eines der Hauptelemente der hier angebotenen Gemälde von Basile de Loose Im Gemälde "Das Musterheft der Spitzenklöpplerin" kommt ein weiterer, in den Gemälden de Looses wiederkehrender Aspekt, der in der Tradition der Interieurmalerei des 17. Jahrhunderts steht, deutlich zur Geltung: der Raumdurchblick durch eine offene Türe. Zudem ist auch die Spitzenherstellung, die unter anderem in de Looses Wirkungsstätte Brügge ihr Zentrum hatte, ein häufiges Sujet in seinem Œuvre. So zeigt uns das Gemälde "Besuch im Klöppelatelier" den Besuch einer Dame von hohem Stand, die gemeinsam mit ihrer Tochter das karg eingerichtete Atelier einer Klöppelwerkstatt besucht und kritisch eine Spitzenborte beäugt. Durch die Kleidung der dargestellten Personen und den ärmlich eingerichteten Raum werden die Standesunterschiede der gezeigten Protagonisten deutlich, ohne dass de Loose, selbst von adeligem Geschlecht, Partei für die eine oder andere Seite ergreift. Interessant bei diesem Gemälde und typisch für de Loose ist auch, dass sich Hauptelemente seiner Bilder wiederholen, erkennbar an dem Rokokomöbel, welches sowohl in "Besuch im Klöppelatelier" als auch in "Das Musterheft der Spitzenklöpplerin" als Klöppeltisch dient. Auch subtiler Humor spielt in de Looses Genremalerei eine wichtige Rolle, wie in den Gemälden "Die Kartenspieler" und "Der alte Schürzenjäger" gut zu erkennen ist. In der Gesamtheit der zehn Gemälde von Basile de Loose die hier zum Verkauf angeboten werden, zeigt sich deutlich, wie homogen die Genremalerei des Belgiers durch charakteristische Bildelemente, Motive und Botschaften ist. De Loose gelingt es, die flämische Genremalerei des 19. Jahrhunderts in ein neues Licht zu rücken, indem er gekonnt die, dem 17. Jahrhundert entstammenden Traditionen dieser Bildgattung aufgreift, weiterentwickelt und zu einer neuen Ästhetik führt. Durch seine Gemälde schafft de Loose eine ganz eigene Variante des Biedermeier, die in der Genremalerei des 19. Jahrhunderts im belgisch-niederländischen Raum einzigartig ist. Provenienz: Sammlung Rademakers. Ausstellung: Luxemburg 2014, Musée national d'histoire at d'art, Eine Romantische Reise. Meisterwerke aus der Sammlung Rademakers, 3.4.–14.9.2014. Literatur: Maison d'édition Lecturis (Hrsg.): Eine Romantische Reise. Meisterwerke aus der Sammlung Rademakers. Eindhoven 2014, S. 195–206. 1. Der Guckkasten. 1836. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: B. DE LOOSE. F 1836. 46,2 × 38,8 cm. 2. Aschermittwoch. Öl auf Holz. Unten rechts signiert: B. De Loose. 22,1 × 24,5 cm. 3. Die glückliche Familie. 1856. Öl auf Leinwand. Unten mittig signiert, bezeichnet und datiert: B de Loose Bruxelles. 1856. 85 × 70,5 cm. 4. Der Erstgeborene. 1844. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert: B. DE LOOSE. 1844. 58,8 × 72,2 cm. 5. Die Musikstunde. 1854. Öl auf Ho

Auktionsarchiv: Los-Nr. 3213
Beschreibung:

BASILE DE LOOSE (Zeele 1809–1885 Brüssel) 10 Alltagsszenen aus dem Belgien des 19. Jahrhunderts. Der hier zur Auktion kommende Werkkorpus des flämischen Malers Basile de Loose aus der Sammlung Rademakers umfasst zehn Genreszenen, die auf hervorragende Weise die belgische Interieurmalerei des 19. Jahrhunderts widerspiegeln. Gezeigt werden allerlei Szenen des bürgerlichen Lebens. So skizziert uns de Loose in Gemälden wie "Der Guckkasten" oder "Der Erstgeborene" durch seine Darstellungen der kleineren und grösseren Freuden des menschlichen Daseins auf einfühlsame Weise ein häusliches Glück im Leben des einfachen Volkes. Diese Szenen des friedlichen Familienlebens verankert de Loose durch die Darstellungsweise der Figuren im Stile des 19. Jahrhunderts in seine Zeit, verweist gleichzeitig jedoch durch den Vogelkäfig und das Porträt an der Wand im Hintergrund sowie durch die Holzbalkendecke auf Vorbilder aus dem 17. Jahrhundert. Tatsächlich sind diese Verweise auf die Genremalerei des 17. Jahrhunderts, die zu jener Zeit durch Vertreter wie David Teniers (1610–1690), Adriaen Brouwer (1605–1638) oder Jan Vermeer (1632–1675) zu ihrem Höhepunkt gelangte, eines der Hauptelemente der hier angebotenen Gemälde von Basile de Loose Im Gemälde "Das Musterheft der Spitzenklöpplerin" kommt ein weiterer, in den Gemälden de Looses wiederkehrender Aspekt, der in der Tradition der Interieurmalerei des 17. Jahrhunderts steht, deutlich zur Geltung: der Raumdurchblick durch eine offene Türe. Zudem ist auch die Spitzenherstellung, die unter anderem in de Looses Wirkungsstätte Brügge ihr Zentrum hatte, ein häufiges Sujet in seinem Œuvre. So zeigt uns das Gemälde "Besuch im Klöppelatelier" den Besuch einer Dame von hohem Stand, die gemeinsam mit ihrer Tochter das karg eingerichtete Atelier einer Klöppelwerkstatt besucht und kritisch eine Spitzenborte beäugt. Durch die Kleidung der dargestellten Personen und den ärmlich eingerichteten Raum werden die Standesunterschiede der gezeigten Protagonisten deutlich, ohne dass de Loose, selbst von adeligem Geschlecht, Partei für die eine oder andere Seite ergreift. Interessant bei diesem Gemälde und typisch für de Loose ist auch, dass sich Hauptelemente seiner Bilder wiederholen, erkennbar an dem Rokokomöbel, welches sowohl in "Besuch im Klöppelatelier" als auch in "Das Musterheft der Spitzenklöpplerin" als Klöppeltisch dient. Auch subtiler Humor spielt in de Looses Genremalerei eine wichtige Rolle, wie in den Gemälden "Die Kartenspieler" und "Der alte Schürzenjäger" gut zu erkennen ist. In der Gesamtheit der zehn Gemälde von Basile de Loose die hier zum Verkauf angeboten werden, zeigt sich deutlich, wie homogen die Genremalerei des Belgiers durch charakteristische Bildelemente, Motive und Botschaften ist. De Loose gelingt es, die flämische Genremalerei des 19. Jahrhunderts in ein neues Licht zu rücken, indem er gekonnt die, dem 17. Jahrhundert entstammenden Traditionen dieser Bildgattung aufgreift, weiterentwickelt und zu einer neuen Ästhetik führt. Durch seine Gemälde schafft de Loose eine ganz eigene Variante des Biedermeier, die in der Genremalerei des 19. Jahrhunderts im belgisch-niederländischen Raum einzigartig ist. Provenienz: Sammlung Rademakers. Ausstellung: Luxemburg 2014, Musée national d'histoire at d'art, Eine Romantische Reise. Meisterwerke aus der Sammlung Rademakers, 3.4.–14.9.2014. Literatur: Maison d'édition Lecturis (Hrsg.): Eine Romantische Reise. Meisterwerke aus der Sammlung Rademakers. Eindhoven 2014, S. 195–206. 1. Der Guckkasten. 1836. Öl auf Leinwand. Unten rechts signiert und datiert: B. DE LOOSE. F 1836. 46,2 × 38,8 cm. 2. Aschermittwoch. Öl auf Holz. Unten rechts signiert: B. De Loose. 22,1 × 24,5 cm. 3. Die glückliche Familie. 1856. Öl auf Leinwand. Unten mittig signiert, bezeichnet und datiert: B de Loose Bruxelles. 1856. 85 × 70,5 cm. 4. Der Erstgeborene. 1844. Öl auf Leinwand. Unten links signiert und datiert: B. DE LOOSE. 1844. 58,8 × 72,2 cm. 5. Die Musikstunde. 1854. Öl auf Ho

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