Bauer, (Theodolinde) Elvira. Trau keinem Fuchs auf grüner Heid und keinem Jud bei seinem Eid! (Deckeltitel). Ein Bilderbuch für Groß und Klein. 22 nn. Bl. Mit 21 ganzseitigen farbigen Illustrationen und Text in deutscher Kurrentschrift in Rot und Schwarz. 19,5 x 24 cm. OHalbleinen (berieben, bestoßen) mit farbiger Deckelillustration (mit kleinen Fehlstellen, beschabt und berieben). Nürnberg, Stürmer-Verlag, 1936. Schug 1933. Hobrecker 445-446. Ziersch 135. Hürlimann 140. – Berüchtigtes Dokument der nationalsozialistisch-antisemitischen Jugendverhetzung. "Das grauenhafteste Dokument, das menschlicher Sadismus je in Bilderbuchform hervorgebracht hat" (Hürlimann). "Auf keinen Fall vermögen die beruhigenden Aussagen mancher Bibliothekare, Erzieher oder Kindergärtnerinnen, die ... versicherten, dieses Buch ... sei nie in die Hände von Kindern gelangt, darüber hinwegtrösten, daß im sogenannten Volk der Dichter und Denker ein derartig monströses Pamphlet für Kinderhand erdacht, geschrieben und illustriert worden ist" (Doderer). Das Buch erlangte traurige Berühmtheit und wurde in bis zu 7. Auflagen ca. 100.000 gedruckt, es wurde als "Prototyp nationalsozialistischer Gestaltungsversuche" (Peter Aley) bezeichnet und 1938 von Erika Mann besprochen: "Der leuchtendrote Umschlag läßt, neben diesem Titel, zwei Bilder sehen, - den Fuchs, tückisch und beutegierig um eine Ecke lugend; und unter dem Davidstern, den Juden, - die nazilandläufige Karikatur des Juden, - Riesennase, Glatze, Wulstlippen, Triefaugen, - mit fetten Fingern seinen Meineid schwörend. Das Buch ist prächtig ausgestattet, vielfarbig illustriert, ja sogar zweifarbig gedruckt, wobei die Worte, um die es der Verfasserin jeweils geht, wie 'Teufel', 'Juden', 'Hängemaul', 'Schuft' etc. den Kindern durch Rotdruck unvergeßlich gemacht werden sollen. Jeder dieser Verse müßte hier nachgedruckt, jedes dieser Bilder reproduziert werden. Denn zu fürchten ist, dass es ohne dies nicht gelingen kann, den Grad an sadistischer Roheit, demagogischer Verlogenheit zu schildern und plastisch zu machen, der hier erreicht ist" (Erika Mann, Zehn Millionen Kinder. Die Erziehung der Jugend im Dritten Reich, 1997). – Ohne den vorderen fliegenden Vorsatz, Titel mit blassen Kritzeleien, leichte Braun- bzw. Stockfleckchen, leicht unfrisch, Bindung etwas gelockert, insgesamt gutes, ordentliches Exemplar.
Bauer, (Theodolinde) Elvira. Trau keinem Fuchs auf grüner Heid und keinem Jud bei seinem Eid! (Deckeltitel). Ein Bilderbuch für Groß und Klein. 22 nn. Bl. Mit 21 ganzseitigen farbigen Illustrationen und Text in deutscher Kurrentschrift in Rot und Schwarz. 19,5 x 24 cm. OHalbleinen (berieben, bestoßen) mit farbiger Deckelillustration (mit kleinen Fehlstellen, beschabt und berieben). Nürnberg, Stürmer-Verlag, 1936. Schug 1933. Hobrecker 445-446. Ziersch 135. Hürlimann 140. – Berüchtigtes Dokument der nationalsozialistisch-antisemitischen Jugendverhetzung. "Das grauenhafteste Dokument, das menschlicher Sadismus je in Bilderbuchform hervorgebracht hat" (Hürlimann). "Auf keinen Fall vermögen die beruhigenden Aussagen mancher Bibliothekare, Erzieher oder Kindergärtnerinnen, die ... versicherten, dieses Buch ... sei nie in die Hände von Kindern gelangt, darüber hinwegtrösten, daß im sogenannten Volk der Dichter und Denker ein derartig monströses Pamphlet für Kinderhand erdacht, geschrieben und illustriert worden ist" (Doderer). Das Buch erlangte traurige Berühmtheit und wurde in bis zu 7. Auflagen ca. 100.000 gedruckt, es wurde als "Prototyp nationalsozialistischer Gestaltungsversuche" (Peter Aley) bezeichnet und 1938 von Erika Mann besprochen: "Der leuchtendrote Umschlag läßt, neben diesem Titel, zwei Bilder sehen, - den Fuchs, tückisch und beutegierig um eine Ecke lugend; und unter dem Davidstern, den Juden, - die nazilandläufige Karikatur des Juden, - Riesennase, Glatze, Wulstlippen, Triefaugen, - mit fetten Fingern seinen Meineid schwörend. Das Buch ist prächtig ausgestattet, vielfarbig illustriert, ja sogar zweifarbig gedruckt, wobei die Worte, um die es der Verfasserin jeweils geht, wie 'Teufel', 'Juden', 'Hängemaul', 'Schuft' etc. den Kindern durch Rotdruck unvergeßlich gemacht werden sollen. Jeder dieser Verse müßte hier nachgedruckt, jedes dieser Bilder reproduziert werden. Denn zu fürchten ist, dass es ohne dies nicht gelingen kann, den Grad an sadistischer Roheit, demagogischer Verlogenheit zu schildern und plastisch zu machen, der hier erreicht ist" (Erika Mann, Zehn Millionen Kinder. Die Erziehung der Jugend im Dritten Reich, 1997). – Ohne den vorderen fliegenden Vorsatz, Titel mit blassen Kritzeleien, leichte Braun- bzw. Stockfleckchen, leicht unfrisch, Bindung etwas gelockert, insgesamt gutes, ordentliches Exemplar.
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