BEDEUTENDE UND MONUMENTALE IKONE MIT DER GOTTESMUTTER VON KYKKOS AUS EINER KIRCHEN-IKONOSTASE Russland, Umkreis der Kreml-Werkstätten, Nachfolger von Simon Uschakow, 18. Jh. Aus drei Brettern zusammengefügtes Bildfeld, rückseitig geflacht. Eitempera auf Kreidegrund, Hintergrund und Nimben vergoldet, Chrysographie. 135 x 81 cm. Die Ikone mit Gottesmutter von Kykkos gehört zu den meistverehrten wundertätigen Heiligenbildern der orthodoxen Welt. Ihre Autorschaft wird laut den Überlieferungen dem Evangelisten Lukas selbst zugeschrieben. Das Urbild wird heute im Kloster Kykkos (Zypern) aufbewahrt und ist von den Augen der Betrachter mit einem Schleier verhüllt. Die älteste Kykkotissa stammt aus dem 12. Jahrhundert und befindet sich im Katharinenkloser auf dem Berg Sinai. Die Gottesmutter von Kykkos ist nicht nur dank ihren Wundertaten, sondern auch durch ihre ungewöhnliche Ikonographie bekannt geworden. Obwohl das Bild dem Eleousa-Typus gehört, zeigt ihre Komposition wesentliche Abweichungen von der üblicher Ikonographie. Das Hauptmerkmal ist die Position des Christuskindes, die durch Dynamismus und aktive Bewegung stark geprägt ist. Unruhig sitzt er auf Marias Händen, in der linken Hand eine ausgerollte Schrift haltend, während seine rechte Hand von dem Maphorion der Gottesmutter teilweise verdeckt wird. Die bis zu den Knien entblößten Beine machen zusammen mit dem zärtlichen Blick der Gottesmutter und ihrer zarten Berührung des Kopfes Christi mit ihrer Wange eine der rührenden Details des Bildes aus. Vertikale Rissbildungen rest., großfläche Restaurierung im Bereich des linken Armes Christi, Bereibungen. In Russland findet die Ikonographie der Gottesmutter von Kykkos erst im 17. Jahrhundert eine weite Verbreitung. Die besten russischen Ikonenmaler griffen dieses Motiv auf. Besonders hervorzuheben dabei ist Simon Uschakow, der Ikonenmaler der Rüstkammer des Moskauer Kremls. Seine Ausführung der Gottesmutter von Kykkos, die er für die Ikonostase in der Kirche des Gregor von Neocäsarea (heute in Tretjakow-Galerie) fertigte, gab einen großen Impuls für die Verbreitung dieses Motivs. Insbesondere folgten seinem Vorbild Tichon Filatjew und Leontij Tjumenew, die ebenfalls Ikonen dieses Typus anfertigten. Die stilistische Ähnlichkeit der Gestalten sowie die gesamte kompositionelle Lösung der im Katalog vorgestellten Ikone lassen diese als Kopie der Ikone von Simon Ushakow bestimmen bzw. dem Umkreis von Uschakow zuschreiben. Das große Format des Bildes sowie ihr goldene Hintergrund lassen vermuten, dass diese Ikone wie auch die von Uschakow für eine Ikonostase bestimmt wurde.
BEDEUTENDE UND MONUMENTALE IKONE MIT DER GOTTESMUTTER VON KYKKOS AUS EINER KIRCHEN-IKONOSTASE Russland, Umkreis der Kreml-Werkstätten, Nachfolger von Simon Uschakow, 18. Jh. Aus drei Brettern zusammengefügtes Bildfeld, rückseitig geflacht. Eitempera auf Kreidegrund, Hintergrund und Nimben vergoldet, Chrysographie. 135 x 81 cm. Die Ikone mit Gottesmutter von Kykkos gehört zu den meistverehrten wundertätigen Heiligenbildern der orthodoxen Welt. Ihre Autorschaft wird laut den Überlieferungen dem Evangelisten Lukas selbst zugeschrieben. Das Urbild wird heute im Kloster Kykkos (Zypern) aufbewahrt und ist von den Augen der Betrachter mit einem Schleier verhüllt. Die älteste Kykkotissa stammt aus dem 12. Jahrhundert und befindet sich im Katharinenkloser auf dem Berg Sinai. Die Gottesmutter von Kykkos ist nicht nur dank ihren Wundertaten, sondern auch durch ihre ungewöhnliche Ikonographie bekannt geworden. Obwohl das Bild dem Eleousa-Typus gehört, zeigt ihre Komposition wesentliche Abweichungen von der üblicher Ikonographie. Das Hauptmerkmal ist die Position des Christuskindes, die durch Dynamismus und aktive Bewegung stark geprägt ist. Unruhig sitzt er auf Marias Händen, in der linken Hand eine ausgerollte Schrift haltend, während seine rechte Hand von dem Maphorion der Gottesmutter teilweise verdeckt wird. Die bis zu den Knien entblößten Beine machen zusammen mit dem zärtlichen Blick der Gottesmutter und ihrer zarten Berührung des Kopfes Christi mit ihrer Wange eine der rührenden Details des Bildes aus. Vertikale Rissbildungen rest., großfläche Restaurierung im Bereich des linken Armes Christi, Bereibungen. In Russland findet die Ikonographie der Gottesmutter von Kykkos erst im 17. Jahrhundert eine weite Verbreitung. Die besten russischen Ikonenmaler griffen dieses Motiv auf. Besonders hervorzuheben dabei ist Simon Uschakow, der Ikonenmaler der Rüstkammer des Moskauer Kremls. Seine Ausführung der Gottesmutter von Kykkos, die er für die Ikonostase in der Kirche des Gregor von Neocäsarea (heute in Tretjakow-Galerie) fertigte, gab einen großen Impuls für die Verbreitung dieses Motivs. Insbesondere folgten seinem Vorbild Tichon Filatjew und Leontij Tjumenew, die ebenfalls Ikonen dieses Typus anfertigten. Die stilistische Ähnlichkeit der Gestalten sowie die gesamte kompositionelle Lösung der im Katalog vorgestellten Ikone lassen diese als Kopie der Ikone von Simon Ushakow bestimmen bzw. dem Umkreis von Uschakow zuschreiben. Das große Format des Bildes sowie ihr goldene Hintergrund lassen vermuten, dass diese Ikone wie auch die von Uschakow für eine Ikonostase bestimmt wurde.
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