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Auktionsarchiv: Los-Nr. 180

Friedrich I., König in Preußen Edikt gegen Desertion

Schätzpreis
180 €
ca. 203 $
Zuschlagspreis:
100 €
ca. 113 $
Auktionsarchiv: Los-Nr. 180

Friedrich I., König in Preußen Edikt gegen Desertion

Schätzpreis
180 €
ca. 203 $
Zuschlagspreis:
100 €
ca. 113 $
Beschreibung:

"Nase und Ohr abgeschnitten" Friedrich I., König in Preußen. Edikt gegen Deserteure in der preußischen Armee. 1 S. Einblattdruck. 34 x 38 cm. Potsdam 15.V.1711. Sehr umfangreiches Edikt, das sich ungewöhnlich eingehend mit dem Problem der Desertion beschäftigt. Der König betont, dass den Soldaten eine gute Montur geliefert und der Sold "zureichend" und "so viel immer möglich zu rechter Zeit" gezahlt werde und - anders als in anderen Armeen - niemand Ursache habe, sich über "Blöße und Hunger, oder sonsten über einigen Mangel" zu beklagen. Auch werde gewaltsame Werbung vermieden. Da trotzdem die Desertion überhandnehme und die bisherige Strafe des Hängens die Täter nicht abschrecke, sollen die Strafen nochmals verschärft werden: Es soll den Entwichenen binnen 24 Stunden der Prozeß gemacht, dann sollen sie "vor dem gantzen Regiment zu Schelmen declariret, ihnen vom Hencker der Degen gebrochen, auch ... ihnen die Nase und das eine Ohr abgeschnitten" werden, dann werden sie "bis an ihr Ende an die Karre geschmiedet, und zur schweren Vestungs-Arbeit angehalten werden" oder, wenn sie zum Feind übergelaufen waren, binnen 24 Stunden gehängt, worüber ohne weiteren Prozeß der zuständige General entscheiden könne. - Interessantes Beispiel für die drakonischen Militärstrafen, die schon vor dem "Soldatenkönig" in der preußischen Armee gebräuchlich waren.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 180
Auktion:
Datum:
16.04.2019
Auktionshaus:
Galerie Bassenge
Erdener Str. 5a
14193 Berlin
Deutschland
info@bassenge.com
+49 30 89380290
+49 30 8918025
Beschreibung:

"Nase und Ohr abgeschnitten" Friedrich I., König in Preußen. Edikt gegen Deserteure in der preußischen Armee. 1 S. Einblattdruck. 34 x 38 cm. Potsdam 15.V.1711. Sehr umfangreiches Edikt, das sich ungewöhnlich eingehend mit dem Problem der Desertion beschäftigt. Der König betont, dass den Soldaten eine gute Montur geliefert und der Sold "zureichend" und "so viel immer möglich zu rechter Zeit" gezahlt werde und - anders als in anderen Armeen - niemand Ursache habe, sich über "Blöße und Hunger, oder sonsten über einigen Mangel" zu beklagen. Auch werde gewaltsame Werbung vermieden. Da trotzdem die Desertion überhandnehme und die bisherige Strafe des Hängens die Täter nicht abschrecke, sollen die Strafen nochmals verschärft werden: Es soll den Entwichenen binnen 24 Stunden der Prozeß gemacht, dann sollen sie "vor dem gantzen Regiment zu Schelmen declariret, ihnen vom Hencker der Degen gebrochen, auch ... ihnen die Nase und das eine Ohr abgeschnitten" werden, dann werden sie "bis an ihr Ende an die Karre geschmiedet, und zur schweren Vestungs-Arbeit angehalten werden" oder, wenn sie zum Feind übergelaufen waren, binnen 24 Stunden gehängt, worüber ohne weiteren Prozeß der zuständige General entscheiden könne. - Interessantes Beispiel für die drakonischen Militärstrafen, die schon vor dem "Soldatenkönig" in der preußischen Armee gebräuchlich waren.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 180
Auktion:
Datum:
16.04.2019
Auktionshaus:
Galerie Bassenge
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Deutschland
info@bassenge.com
+49 30 89380290
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