Grabplatte für Axsilia Tigris. L 24,5cm, H 18,5cm. Marmor. Sechszeilige Inschrift mit rot ausgemalten Buchstaben: "D(is) M(anibus) / Axsiliae Tigridi, / filiae optimae, / quae v(ixit) a(nnos) XXI, m(enses) VI, / fecit L(ucius) Axilius / Parthenopeus." ["Den Totengöttern. Der Axsilia Tigris, seiner besten Tochter, die 21 Jahre und 6 Monate lebte, errichtete Lucius Axilius Parthenopaeus (das Grabmal)"]. Provenienz: Ex Sammlung Dr.G.K., München, seit mindestens 1960er Jahre. Die Wiederauffindung dieses recht interessanten Inschriftensteines, der im Corpus Inscriptionum Latinarum (CIL) XIV unter der Nummer 681 erscheint, ist außerordenlich erfreulich. Der Stein wurde im 19. Jh. von Carlo Lodovico Visconti (1818-1894), dem Direktor der Päpstlichen Museen in Rom, ohne genaue Ortsangabe kopiert (Rom oder Ostia kommen in Frage) und war seitdem verschollen. Offensichtlich wurde er noch im 19. Jh. ins Ausland verbracht. Während es sich bei Axilius um einen lateinischen (möglicherweise aus dem Etruskischen kommenden) Gentilnamen handelt (vgl. W. Schulze, Zur Geschichte lateinischer Eigennamen, 1904, 70), stammen die Individualnamen aus dem Griechischen. Bei Tigris ist zunächst nicht klar, ob das indische Raubtier oder der mesopotamische Fluss gemeint ist. Da aber in der Regel nur Männer Flussnamen trugen, ist es so gut wie sicher, dass Parthenopaeus seine Tochter aus welchem Grund auch immer Tigerin genannt hat. Namen nach Raubtieren wie Löwe und Leopard waren im Griechischen gängig. Der Vater trägt einen im Griechischen mäßig verbreiteten Heroennamen; der mythische Parthenopaios war der Sohn des Meleager und der Atalante und einer der Sieben gegen Theben (vgl. z.B. P. Herrmann, Inschriften von Milet 2, Berlin/New York 1998, 4 Nr. 416). The rediscovery of this quite interesting inscription stone published in CIL XIV 681 is exceptionally pleasing. In the course of the 19th century the stone was copied without indication of location (Rome or Ostia?) by Carlo Lodovico Visconti (1818-1894), the director of the Vatican Museums, and has since come to be regarded as lost. It was obviously moved abroad in the 19th century. The stone hands down the tomb inscription of a certain Axsilia Tigris who died already at the age of 21 years and a half. The memorial slab was commissioned by her father Lucius Axilius Parthenopaeus. Axilius is a Latin genticilian name, while the individual names have a Greek background. The name Tigris may refer to the Indian animal or to the name of the Mesopotamian river. However, given the fact that the Greek anthroponyms formed from hydronyms were nearly exclusively used by males, it is a safe guess that Axsilia got the surname Tigress, whatever the reason may be. Her father bears a so-called hero-name: A mythical Parthenopaios was the son of Meleagros and Atalante and one of the famous Seven Heroes who besieged Thebes. An den Rändern teilweise leichte Abbrüche, sonst in sehr gutem Zustand.; OBJEKTE; GRIECHENLAND UND ROM; STEINSKULPTUR
Erhaltung: An den Rändern teilweise leichte Abbrüche, sonst in sehr gutem Zustand.
Grabplatte für Axsilia Tigris. L 24,5cm, H 18,5cm. Marmor. Sechszeilige Inschrift mit rot ausgemalten Buchstaben: "D(is) M(anibus) / Axsiliae Tigridi, / filiae optimae, / quae v(ixit) a(nnos) XXI, m(enses) VI, / fecit L(ucius) Axilius / Parthenopeus." ["Den Totengöttern. Der Axsilia Tigris, seiner besten Tochter, die 21 Jahre und 6 Monate lebte, errichtete Lucius Axilius Parthenopaeus (das Grabmal)"]. Provenienz: Ex Sammlung Dr.G.K., München, seit mindestens 1960er Jahre. Die Wiederauffindung dieses recht interessanten Inschriftensteines, der im Corpus Inscriptionum Latinarum (CIL) XIV unter der Nummer 681 erscheint, ist außerordenlich erfreulich. Der Stein wurde im 19. Jh. von Carlo Lodovico Visconti (1818-1894), dem Direktor der Päpstlichen Museen in Rom, ohne genaue Ortsangabe kopiert (Rom oder Ostia kommen in Frage) und war seitdem verschollen. Offensichtlich wurde er noch im 19. Jh. ins Ausland verbracht. Während es sich bei Axilius um einen lateinischen (möglicherweise aus dem Etruskischen kommenden) Gentilnamen handelt (vgl. W. Schulze, Zur Geschichte lateinischer Eigennamen, 1904, 70), stammen die Individualnamen aus dem Griechischen. Bei Tigris ist zunächst nicht klar, ob das indische Raubtier oder der mesopotamische Fluss gemeint ist. Da aber in der Regel nur Männer Flussnamen trugen, ist es so gut wie sicher, dass Parthenopaeus seine Tochter aus welchem Grund auch immer Tigerin genannt hat. Namen nach Raubtieren wie Löwe und Leopard waren im Griechischen gängig. Der Vater trägt einen im Griechischen mäßig verbreiteten Heroennamen; der mythische Parthenopaios war der Sohn des Meleager und der Atalante und einer der Sieben gegen Theben (vgl. z.B. P. Herrmann, Inschriften von Milet 2, Berlin/New York 1998, 4 Nr. 416). The rediscovery of this quite interesting inscription stone published in CIL XIV 681 is exceptionally pleasing. In the course of the 19th century the stone was copied without indication of location (Rome or Ostia?) by Carlo Lodovico Visconti (1818-1894), the director of the Vatican Museums, and has since come to be regarded as lost. It was obviously moved abroad in the 19th century. The stone hands down the tomb inscription of a certain Axsilia Tigris who died already at the age of 21 years and a half. The memorial slab was commissioned by her father Lucius Axilius Parthenopaeus. Axilius is a Latin genticilian name, while the individual names have a Greek background. The name Tigris may refer to the Indian animal or to the name of the Mesopotamian river. However, given the fact that the Greek anthroponyms formed from hydronyms were nearly exclusively used by males, it is a safe guess that Axsilia got the surname Tigress, whatever the reason may be. Her father bears a so-called hero-name: A mythical Parthenopaios was the son of Meleagros and Atalante and one of the famous Seven Heroes who besieged Thebes. An den Rändern teilweise leichte Abbrüche, sonst in sehr gutem Zustand.; OBJEKTE; GRIECHENLAND UND ROM; STEINSKULPTUR
Erhaltung: An den Rändern teilweise leichte Abbrüche, sonst in sehr gutem Zustand.
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