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Auktionsarchiv: Los-Nr. 529

Jan van Dornicke (Master of 1518) in Zusammenarbeit mit Pieter Coecke van Aelst d. Ä. (1502/07–1550), zug.

Schätzpreis
100.000 € - 120.000 €
ca. 109.700 $ - 131.640 $
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 529

Jan van Dornicke (Master of 1518) in Zusammenarbeit mit Pieter Coecke van Aelst d. Ä. (1502/07–1550), zug.

Schätzpreis
100.000 € - 120.000 €
ca. 109.700 $ - 131.640 $
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

HAUSALTAR-TRIPTYCHON Jeweils Öl auf Eichenholz. 70 x 130 cm. In zusammenfassendem neuzeitlichen vergoldeten und teilgefasstem Rahmen.
Mit dem Thema der Anbetung der Könige in der Mitteltafel, in den Seitenflügeln: Anbetung der Hirten (rechts) sowie Darstellung im Tempel. Der ehemalige Flügelaltar in eine Rahmung eingebaut, die sämtliche drei Bilder zusammenfasst. Die Oberzonen geschweift, in der Mitte bogig hochziehend, in den Seitentafeln ebenfalls seitlich hochschwingend. Aufgrund der Bildthematik der drei Tafelgemälde ist anzunehmen, dass die Seitenflügel ehemals im geschlossenen Zustand des Altars nebeneinanderstanden und das Hauptbild abgedeckt hatten, da es nur an Feiertagen geöffnet wurde. So ist die Hauptthematik des Altars als ein Zyklusdetail aus dem Marienleben zu verstehen. Dabei wäre der jetzt rechte Seitenflügel als erstes Bild zu nennen: Hier wird Maria in blauem Kleid, nach rechts gebeugt wiedergegeben. Das Jesuskind am Boden liegend, umgeben von zwei Engeln, im Hintergrund ein jüngerer Hirte sowie ein alter bärtiger Mann mit Dudelsack, vor dem Hintergrund einer ruinösen Architektur mit Ausblick in Landschaft. Links im Bild der Heilige Josef mit einer Laterne. Im geschlossenen Zustand zeigte die Doppeltafel dann die letzte der Geschehensetappen: Die Darstellung des Kindes im Tempel zu Jerusalem. Hier wird Maria ebenfalls kniend gezeigt, nun aber nach links gerichtet, während sie das Kind dem Oberpriester aushändigt. Im Hintergrund höfische Persönlichkeiten, bei denen es sich, wie so häufig in solchen Auftragswerken, zum Teil um Portraits handeln dürfte. Der Höhepunkt des dreiteiligen Bildwerkes zeigt die Anbetung der Könige. Hier ist das zum Teil ruinöse antike Gebäude mit den nämlichen Rundbögen, wie wir sie auch in der rechten Tafel sehen, in äußerster Detailgenauigkeit wiedergegeben, nicht zuletzt als Sinnbild der überwundenen Antike. Demgemäß hat der Maler hier, im Gewölbe der Renaissance-Architektur, schwebende Engel mit einem Rotolus eingebracht, rechts daneben, oberhalb einer vergoldeten Säulenkapitellstellung, ein geharnischter römischer Soldat als antike Figur. Die Hauptfiguren im unteren Teil zeigen mittig den nach links dem Kind zugeneigten, alten bärtigen König in rotem Mantel, der dem Kind eine Prunkschale überreicht. Das Kind auf dem Schoß der Mutter greift in die Schale, während Josef, links im Bild, der Szene beiwohnt. Ein weiterer der drei Könige ist im Zentrum stehend wiedergegeben, mit einer Kopfbedeckung, die er mit der linken Hand emporhält sowie mit einem kostbaren Prunkgefäß in Form einer Glaskugel, bekrönt mit einem Turm. Diese Königsgabe dürfte wohl in tieferem Sinne zu verstehen sein, nicht alleine als in der Bibel beschriebenes kostbares Geschenk, sondern hier auch bereits als eine prophetische Anspielung auf die durch die Glaskugel angedeutete, künftige Weltherrschaft Christi, wie wir solche Kugeln später auch in Salvator Mundi-Darstellungen Jesu wiederfinden. Rechts im Bild der dunkelhäutige König, ebenfalls mit einem Gastgeschenk. Zwischen den architektonischen Bögen Ausblick in hügelige Landschaft, in betont blauer Luftperspektive wiedergegeben, mit einem nach hinten ziehenden Flusslauf. Die Malerei insgesamt von hoher Qualität, die vollständig die Antwerpener Schule vertritt. Der Maler Jan van Dornicke wird auch mit dem Notnamen „Meister von 1518“ bezeichnet, welcher von dem Antwerpener Retabel in der Lübecker Marienkirche herrührt, dessen Außenflügel datiert, jedoch auch nicht signiert sind. Bekannt ist die Zusammenarbeit des Malers mit seinem Schwiegersohn und Gesellen Pieter Coecke van Aelst d.Ä., der ab 1522/23 mit in der Werkstatt tätig war und diese etwa 1525 selbst übernahm. Coecke van Aelst d. Ä. war zunächst Schüler des Bernard van Orley (1491/92-1541) und trat 1527 in die Sankt Lukas Gilde in Antwerpen als Meister ein, nachdem er in den Jahren 1524-25 Studienreisen in Italien unternahm. Dieser italienische Einfluss ist auch im vorliegenden Gemälde zu spüren, vor allem durch das hohe Interesse an der Wiedergabe italienischer Architektur, wie wir sie besonders hier im Hauptbild wiederfinden, in der Dars

Auktionsarchiv: Los-Nr. 529
Auktion:
Datum:
25.09.2019
Auktionshaus:
Hampel Fine Art Auctions GmbH & Co. KG
Schellingstr. 44
80799 München
Deutschland
office@hampel-auctions.com
+49 (0)89 288040
+49 (0)89 28804300
Beschreibung:

HAUSALTAR-TRIPTYCHON Jeweils Öl auf Eichenholz. 70 x 130 cm. In zusammenfassendem neuzeitlichen vergoldeten und teilgefasstem Rahmen.
Mit dem Thema der Anbetung der Könige in der Mitteltafel, in den Seitenflügeln: Anbetung der Hirten (rechts) sowie Darstellung im Tempel. Der ehemalige Flügelaltar in eine Rahmung eingebaut, die sämtliche drei Bilder zusammenfasst. Die Oberzonen geschweift, in der Mitte bogig hochziehend, in den Seitentafeln ebenfalls seitlich hochschwingend. Aufgrund der Bildthematik der drei Tafelgemälde ist anzunehmen, dass die Seitenflügel ehemals im geschlossenen Zustand des Altars nebeneinanderstanden und das Hauptbild abgedeckt hatten, da es nur an Feiertagen geöffnet wurde. So ist die Hauptthematik des Altars als ein Zyklusdetail aus dem Marienleben zu verstehen. Dabei wäre der jetzt rechte Seitenflügel als erstes Bild zu nennen: Hier wird Maria in blauem Kleid, nach rechts gebeugt wiedergegeben. Das Jesuskind am Boden liegend, umgeben von zwei Engeln, im Hintergrund ein jüngerer Hirte sowie ein alter bärtiger Mann mit Dudelsack, vor dem Hintergrund einer ruinösen Architektur mit Ausblick in Landschaft. Links im Bild der Heilige Josef mit einer Laterne. Im geschlossenen Zustand zeigte die Doppeltafel dann die letzte der Geschehensetappen: Die Darstellung des Kindes im Tempel zu Jerusalem. Hier wird Maria ebenfalls kniend gezeigt, nun aber nach links gerichtet, während sie das Kind dem Oberpriester aushändigt. Im Hintergrund höfische Persönlichkeiten, bei denen es sich, wie so häufig in solchen Auftragswerken, zum Teil um Portraits handeln dürfte. Der Höhepunkt des dreiteiligen Bildwerkes zeigt die Anbetung der Könige. Hier ist das zum Teil ruinöse antike Gebäude mit den nämlichen Rundbögen, wie wir sie auch in der rechten Tafel sehen, in äußerster Detailgenauigkeit wiedergegeben, nicht zuletzt als Sinnbild der überwundenen Antike. Demgemäß hat der Maler hier, im Gewölbe der Renaissance-Architektur, schwebende Engel mit einem Rotolus eingebracht, rechts daneben, oberhalb einer vergoldeten Säulenkapitellstellung, ein geharnischter römischer Soldat als antike Figur. Die Hauptfiguren im unteren Teil zeigen mittig den nach links dem Kind zugeneigten, alten bärtigen König in rotem Mantel, der dem Kind eine Prunkschale überreicht. Das Kind auf dem Schoß der Mutter greift in die Schale, während Josef, links im Bild, der Szene beiwohnt. Ein weiterer der drei Könige ist im Zentrum stehend wiedergegeben, mit einer Kopfbedeckung, die er mit der linken Hand emporhält sowie mit einem kostbaren Prunkgefäß in Form einer Glaskugel, bekrönt mit einem Turm. Diese Königsgabe dürfte wohl in tieferem Sinne zu verstehen sein, nicht alleine als in der Bibel beschriebenes kostbares Geschenk, sondern hier auch bereits als eine prophetische Anspielung auf die durch die Glaskugel angedeutete, künftige Weltherrschaft Christi, wie wir solche Kugeln später auch in Salvator Mundi-Darstellungen Jesu wiederfinden. Rechts im Bild der dunkelhäutige König, ebenfalls mit einem Gastgeschenk. Zwischen den architektonischen Bögen Ausblick in hügelige Landschaft, in betont blauer Luftperspektive wiedergegeben, mit einem nach hinten ziehenden Flusslauf. Die Malerei insgesamt von hoher Qualität, die vollständig die Antwerpener Schule vertritt. Der Maler Jan van Dornicke wird auch mit dem Notnamen „Meister von 1518“ bezeichnet, welcher von dem Antwerpener Retabel in der Lübecker Marienkirche herrührt, dessen Außenflügel datiert, jedoch auch nicht signiert sind. Bekannt ist die Zusammenarbeit des Malers mit seinem Schwiegersohn und Gesellen Pieter Coecke van Aelst d.Ä., der ab 1522/23 mit in der Werkstatt tätig war und diese etwa 1525 selbst übernahm. Coecke van Aelst d. Ä. war zunächst Schüler des Bernard van Orley (1491/92-1541) und trat 1527 in die Sankt Lukas Gilde in Antwerpen als Meister ein, nachdem er in den Jahren 1524-25 Studienreisen in Italien unternahm. Dieser italienische Einfluss ist auch im vorliegenden Gemälde zu spüren, vor allem durch das hohe Interesse an der Wiedergabe italienischer Architektur, wie wir sie besonders hier im Hauptbild wiederfinden, in der Dars

Auktionsarchiv: Los-Nr. 529
Auktion:
Datum:
25.09.2019
Auktionshaus:
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Schellingstr. 44
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