Auktionsarchiv: Los-Nr. 134

Kalendarium. KomputistischeTabelle

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 134

Kalendarium. KomputistischeTabelle

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

Auktionsablauf: 26.04.2022 / Los 101-225 / Sitzungsbeginn 14.15 Uhr Rare Computational Calendar Kalendarium. - Komputistische Tabelle zur Berechnung des Ostertermins für die Jahre 1486 bis 1575. Handschrift auf Papier, Deutschland, um 1485. Blattgröße u. Schriftspiegel ca. 40:24,5 cm. Bastarda in schwarzer Tinte. Montiert auf den hinteren Innendeckel eines Ldr.-Einbandes über Holzdeckeln mit Streicheisenmuster u. Einzelstempeln aus der ersten Hälfte des 16. Jh., die beiden Deckel mit neuerem Ldr.-Streifen wohl im 19. oder frühen 20. Jh. verbunden u. wahrscheinlich auch schon der Buchblock entfernt; Deckel etwas berieben u. mit einzelnen kl. Wurmlöchern, Ecken u. Kanten stärker beschabt u. bestoßen, Schließen fehlen. Äußerst seltene komputistische Handschrift zur Berechnung des Ostersonntags, da Ostern der "Brennpunkt des beweglichen Festkreises ist... die Festdaten für die einzelnen Kalenderjahre anzugeben, war die eigentliche Aufgabe jener Wissenschaft, die man als 'Computus' zu bezeichnen pflegte" (vgl. F. Heinzer, S. 45 ff. in: Braunbehrens, Kalender im Wandel der Zeiten, 1982). Angegeben ist bei vorliegender Tabelle nebeneinander für die Jahre 1486-1532 und 1533-1559 in tabellarischer Form die Jahreszahl, ein Wort, dessen Buchstabenzahl die Anzahl der Wochen eines Intervallum angibt, eine weitere Zahl, welche die Tage vom Intervallum bis zum ersten Fastensonntag "Invocavit" nennt, dannn folgen der Sonntagsbuchstabe bzw. bei Schaltjahren 2 (d. h. der Buchstabe, der bei Kennzeichnung der Wochentage mit den sieben Buchstaben A-G den Sonntag markiert), die goldene Zahl zur Kennzeichnung eines Kalenderjahres innerhalb des 19-jährigen Mondzirkels, die Indiktion (15-jährlicher Zyklus zur Jahreszählung) und der Sonnenzyklus (bei dem den 28 Jahren einer Reihe die Ziffern 1-28 zugeordnet werden). Für die Jahre 1560-75 sind in der Tabelle lediglich die Jahreszahlen ohne weitere Angaben notiert. Bei den Angaben links neben der eigentlichen Tabelle handelt es sich vermutlich um Erklärungen, wie die Tabelle zu benutzen ist. - Stärker gebräunt u. fleckig, in den Rändern ausgefranst u. abgeschabt, dadurch kl. Textverluste. Rare computational calendar for the calculation of the calendar date of Easter written in black ink, Germany, c. 1485. - Browned and stained, marginal fraying and abrasions, thus partly minor text losses. Mounted on the lower inside cover of an early 16th century blindstamped calf binding over wooden boards, covers joined with leather strip in the 19th or early 20th century and probably the book block already removed; covers somewhat rubbed and with a few small wormholes, corners and edges rubbed and worn, lacking clasps.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 134
Beschreibung:

Auktionsablauf: 26.04.2022 / Los 101-225 / Sitzungsbeginn 14.15 Uhr Rare Computational Calendar Kalendarium. - Komputistische Tabelle zur Berechnung des Ostertermins für die Jahre 1486 bis 1575. Handschrift auf Papier, Deutschland, um 1485. Blattgröße u. Schriftspiegel ca. 40:24,5 cm. Bastarda in schwarzer Tinte. Montiert auf den hinteren Innendeckel eines Ldr.-Einbandes über Holzdeckeln mit Streicheisenmuster u. Einzelstempeln aus der ersten Hälfte des 16. Jh., die beiden Deckel mit neuerem Ldr.-Streifen wohl im 19. oder frühen 20. Jh. verbunden u. wahrscheinlich auch schon der Buchblock entfernt; Deckel etwas berieben u. mit einzelnen kl. Wurmlöchern, Ecken u. Kanten stärker beschabt u. bestoßen, Schließen fehlen. Äußerst seltene komputistische Handschrift zur Berechnung des Ostersonntags, da Ostern der "Brennpunkt des beweglichen Festkreises ist... die Festdaten für die einzelnen Kalenderjahre anzugeben, war die eigentliche Aufgabe jener Wissenschaft, die man als 'Computus' zu bezeichnen pflegte" (vgl. F. Heinzer, S. 45 ff. in: Braunbehrens, Kalender im Wandel der Zeiten, 1982). Angegeben ist bei vorliegender Tabelle nebeneinander für die Jahre 1486-1532 und 1533-1559 in tabellarischer Form die Jahreszahl, ein Wort, dessen Buchstabenzahl die Anzahl der Wochen eines Intervallum angibt, eine weitere Zahl, welche die Tage vom Intervallum bis zum ersten Fastensonntag "Invocavit" nennt, dannn folgen der Sonntagsbuchstabe bzw. bei Schaltjahren 2 (d. h. der Buchstabe, der bei Kennzeichnung der Wochentage mit den sieben Buchstaben A-G den Sonntag markiert), die goldene Zahl zur Kennzeichnung eines Kalenderjahres innerhalb des 19-jährigen Mondzirkels, die Indiktion (15-jährlicher Zyklus zur Jahreszählung) und der Sonnenzyklus (bei dem den 28 Jahren einer Reihe die Ziffern 1-28 zugeordnet werden). Für die Jahre 1560-75 sind in der Tabelle lediglich die Jahreszahlen ohne weitere Angaben notiert. Bei den Angaben links neben der eigentlichen Tabelle handelt es sich vermutlich um Erklärungen, wie die Tabelle zu benutzen ist. - Stärker gebräunt u. fleckig, in den Rändern ausgefranst u. abgeschabt, dadurch kl. Textverluste. Rare computational calendar for the calculation of the calendar date of Easter written in black ink, Germany, c. 1485. - Browned and stained, marginal fraying and abrasions, thus partly minor text losses. Mounted on the lower inside cover of an early 16th century blindstamped calf binding over wooden boards, covers joined with leather strip in the 19th or early 20th century and probably the book block already removed; covers somewhat rubbed and with a few small wormholes, corners and edges rubbed and worn, lacking clasps.

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