Oktopus. Scherenschnitt aus Tanto-Papier, hinter Glas gerahmt. 72 x 54 cm. 2018. Links unten in Scherenschnitt signiert. Die Kunst des kiri-e, wörtlich übersetzt „Schnittbild“, hat eine jahrhundertealte Tradition. Nachdem die chinesische Erfindung der Papierherstellung um das Jahr 625 nach Japan gelangt war, wurde sie hier in kurzer Zeit entscheidend weiterentwickelt und kommerzialisiert. Bereits Ende des 8. Jahrhunderts hatte sich das Papier im gesamten Land verbreitet. Parallel hierzu entstanden Papierschneidetechniken, die der Fertigung von Tempelgaben dienten und die man für die Herstellung von Schablonen für Stoffmuster und Keramikbemalungen nutzte. Seit dem 17. Jahrhundert gilt der Scherenschnitt in Japan als eigenständige Kunstform. Typischerweise wird dabei das weiße Papier auf schwarzem Untergrund präsentiert, um die Darstellung im Kontrast hervorzuheben. Auf den ersten Blick glaubt man, Fukudas Oktopus sei mit der Feder gezeichnet. Bei näherer Betrachtung jedoch zeigt sich die komplexe, technisch hochentwickelte Schnitttechnik. Die kunstvollen Ornamente lassen das Papier wie eine fein gearbeitete durchbrochene Garnarbeit, wie Spitze wirken. Umso mehr erstaunt es, dass dieses filigrane Werk, ganz der Tradition verpflichtet, aus einem einzigen Stück Papier gefertigt ist. Masayo Fukuda begann bereits als Teenager damit, Scherenschnitte zu entwerfen. Ihre lebendig wirkenden, einzigartigen Papierarbeiten werden mittlerweile international ausgestellt und gesammelt.
Oktopus. Scherenschnitt aus Tanto-Papier, hinter Glas gerahmt. 72 x 54 cm. 2018. Links unten in Scherenschnitt signiert. Die Kunst des kiri-e, wörtlich übersetzt „Schnittbild“, hat eine jahrhundertealte Tradition. Nachdem die chinesische Erfindung der Papierherstellung um das Jahr 625 nach Japan gelangt war, wurde sie hier in kurzer Zeit entscheidend weiterentwickelt und kommerzialisiert. Bereits Ende des 8. Jahrhunderts hatte sich das Papier im gesamten Land verbreitet. Parallel hierzu entstanden Papierschneidetechniken, die der Fertigung von Tempelgaben dienten und die man für die Herstellung von Schablonen für Stoffmuster und Keramikbemalungen nutzte. Seit dem 17. Jahrhundert gilt der Scherenschnitt in Japan als eigenständige Kunstform. Typischerweise wird dabei das weiße Papier auf schwarzem Untergrund präsentiert, um die Darstellung im Kontrast hervorzuheben. Auf den ersten Blick glaubt man, Fukudas Oktopus sei mit der Feder gezeichnet. Bei näherer Betrachtung jedoch zeigt sich die komplexe, technisch hochentwickelte Schnitttechnik. Die kunstvollen Ornamente lassen das Papier wie eine fein gearbeitete durchbrochene Garnarbeit, wie Spitze wirken. Umso mehr erstaunt es, dass dieses filigrane Werk, ganz der Tradition verpflichtet, aus einem einzigen Stück Papier gefertigt ist. Masayo Fukuda begann bereits als Teenager damit, Scherenschnitte zu entwerfen. Ihre lebendig wirkenden, einzigartigen Papierarbeiten werden mittlerweile international ausgestellt und gesammelt.
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