Auktionsarchiv: Los-Nr. 1552

Laukhard, Friedrich Christian

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 1552

Laukhard, Friedrich Christian

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

Bahrdt, K. F. - (Laukhard, Friedrich Christian . Beyträge und Berichtigungen zu Herrn D. Karl Friedrich Bahrdts Lebensbeschreibung; in Briefen eines Pfälzers. VIII, 248 S. 17,5 x 10,5 cm. Marmorierter Pappband um 1810 (berieben, Rückenbezug mit Fehlstellen) mit goldgeprägtem RSchild. (Halle, Hendel), 1791.      Goedeke IV/1, 828, 93 a. Weiß, Laukhard II, 18f. Hayn-Gotendorf I, 165. Erman-Horn 1058. Wolfstieg 13852. – Erste Ausgabe. Die wichtigste Entgegnung auf Bahrdts Geschichte und Tagebuch meines Gefängnisses und Geschichte seines Lebens, in der dessen Übertreibungen aus eigener Anschauung korrigiert werden. Laukhard kannte Bahrdt aus Gießen sowie aus dessen Zeit in Halle und konzentriert sich auf diejenigenseiner Lebensstationen, deren mehr oder weniger unmittelbarer Zeuge er in Gießen, Dürkheim/Heidesheim und Halle er gewesen war. So schildert er äußerst anschaulich und detailreich Szenen aus dem Leben Bahrdts, darunter Schlägereien mit einem Drucker, Details aus dessen zerrütteter Ehe, Ereignisse um die Magd Christine bis hin zu Schilderungen der Orgien, die in Bahrdts Philantropin in Heidesheim stattgefunden haben. "Ich war selbst bei dieser Dedikation und werde sie mein Leben nicht vergessen. Es ging dabey alles so bunt über die Eck, daß selbst Heraklit hätte lachen müssen." Es wurde drei Tage gefeiert und getanzt, "in anderen Zimmern wurde gespielt, in anderen gesoffen, und alle Gänge im Schloß und alle Plätze um das Schloß, lagen voll trunkener Menschen. Da lagen Gäste von beiden Geschlechtern, Professores, Eleven und Bediente, durcheinander. Keiner nahm dem andern was für übel ... Der geheime Rath Koch in Alzey pflegte zu sagen: daß die Einweihung des Philantropins die Zahl der uenhehelichen Kinder gewiß um funfzig in seinem Oberamte vermehrt hätte. Alle Straßen um Heidesheim herum lagen des Nachts voller Menschen beyderley Geschlechts, welche den philantropinischen Geist nicht umsonst wollten empfangen haben" (S. 124f). – Gebräunt und stockfleckig.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 1552
Beschreibung:

Bahrdt, K. F. - (Laukhard, Friedrich Christian . Beyträge und Berichtigungen zu Herrn D. Karl Friedrich Bahrdts Lebensbeschreibung; in Briefen eines Pfälzers. VIII, 248 S. 17,5 x 10,5 cm. Marmorierter Pappband um 1810 (berieben, Rückenbezug mit Fehlstellen) mit goldgeprägtem RSchild. (Halle, Hendel), 1791.      Goedeke IV/1, 828, 93 a. Weiß, Laukhard II, 18f. Hayn-Gotendorf I, 165. Erman-Horn 1058. Wolfstieg 13852. – Erste Ausgabe. Die wichtigste Entgegnung auf Bahrdts Geschichte und Tagebuch meines Gefängnisses und Geschichte seines Lebens, in der dessen Übertreibungen aus eigener Anschauung korrigiert werden. Laukhard kannte Bahrdt aus Gießen sowie aus dessen Zeit in Halle und konzentriert sich auf diejenigenseiner Lebensstationen, deren mehr oder weniger unmittelbarer Zeuge er in Gießen, Dürkheim/Heidesheim und Halle er gewesen war. So schildert er äußerst anschaulich und detailreich Szenen aus dem Leben Bahrdts, darunter Schlägereien mit einem Drucker, Details aus dessen zerrütteter Ehe, Ereignisse um die Magd Christine bis hin zu Schilderungen der Orgien, die in Bahrdts Philantropin in Heidesheim stattgefunden haben. "Ich war selbst bei dieser Dedikation und werde sie mein Leben nicht vergessen. Es ging dabey alles so bunt über die Eck, daß selbst Heraklit hätte lachen müssen." Es wurde drei Tage gefeiert und getanzt, "in anderen Zimmern wurde gespielt, in anderen gesoffen, und alle Gänge im Schloß und alle Plätze um das Schloß, lagen voll trunkener Menschen. Da lagen Gäste von beiden Geschlechtern, Professores, Eleven und Bediente, durcheinander. Keiner nahm dem andern was für übel ... Der geheime Rath Koch in Alzey pflegte zu sagen: daß die Einweihung des Philantropins die Zahl der uenhehelichen Kinder gewiß um funfzig in seinem Oberamte vermehrt hätte. Alle Straßen um Heidesheim herum lagen des Nachts voller Menschen beyderley Geschlechts, welche den philantropinischen Geist nicht umsonst wollten empfangen haben" (S. 124f). – Gebräunt und stockfleckig.

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