Luca, Giovanni Battista de. Sacrae Rotae Romanae Decisiones, Et summorum Pontificum Constitutiones Recentissimae, Theatrum Veritatis & Justitiae Cardinalis De Luca, Ejusque Tractatus De Officiis Venal. Et Statut. Successionibus Amplectentes, Confirmantes & Laudantes. 4 Bände. Mit 4 wdhl. großen Holzschnitt-TVignetten. 37,5 x 23 cm. Flexible Pappbände d. Z. (fleckig, angestaubt, geringe Gebrauchsspuren, lichtrandig) mit Pergamentrücken und hübschen zeitgenössischen Schnitt-Titeln. Venedig, Typographia Balleoniana, 1734. Der Rechtsgelehrte und römische Anwalt Luca, Giovanni Battista de (1614-1683) hatte in Neapel studiert. "Papst Innozenz XI. (1676-1689) gewann ihn zur Mitarbeit in der Kurie. Nach später Priesterweihe stieg er am 1.09.1681 in den Kardinalsrang auf. Luca gilt als einer der bekanntesten Rechtsgelehrten Italiens seiner Zeit und trat mit einer Reihe praktisch orientierter Werke, wie sie für die Zeit des Usus modernus typisch sind, hervor" (HRG III, 117). "Die Rechtsprechung der Höchsten Gerichte im Alten Europa hat großen Einfluss auf die Fortentwicklung von ius commune und ius publicum ausgeübt. In diesem Zusammenhang ist auf die Rolle der Sacra Romana Rota zu verweisen. Zur Erschließung der Rechtsprechung dieses päpstlichen Gerichts für die Rechtspraxis und für die Rechtswissenschaft der frühen Neuzeit hat der an der Kurie wirkende Advokat und spätere Kardinal Giovanni Battista de Luca sehr viel beigetragen" (Hans-Jürgen Becker, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte: Kanonistische Abteilung, Band XCV, 1, 2009). Die "Sacra Rota", bzw. das "Tribunale della Rota Romana" ist der Römische Ordentliche Appellationsgerichtshofs, der nach der "Apostolischen Signatur" das zweithöchste Gericht der römisch-katholischen Kirche darstellt und der die gesamte Gerichtsbarkeit des päpstlichen Stuhles unterlag, d. h. auch deren Warenwirtschaft und Finanzverwaltung mit der Entlohnung aller Funktionäre und deren Bediensteten, dem internationalen Handel des Kirchenstaates und generell dessen Wirtschaftstätigkeiten. Die "Centuria decisionem" enthält hundert Gesetzestexte und Erlässe vom Ende des 16. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (1570-1655), die alle möglichen Belange, zur Verwaltung der Provinzen und Klöster des Kirchenstaats, zu deren Waren- und Geldwirtschaft, der Schuldenverwaltung, der Steuer- und Kollekteneinnahmen, den Kosten für Messen, Funeralien und anderer Obliegenheiten wie Geldwechsel, Münzprägungen und vieles, vieles mehr regeln. – Papierbedingt gering gewellt, kaum fleckig, gutes Exemplar aus einer fürstlichen Bibliothek mit hübschen Schnitttiteln in Versalien.
Luca, Giovanni Battista de. Sacrae Rotae Romanae Decisiones, Et summorum Pontificum Constitutiones Recentissimae, Theatrum Veritatis & Justitiae Cardinalis De Luca, Ejusque Tractatus De Officiis Venal. Et Statut. Successionibus Amplectentes, Confirmantes & Laudantes. 4 Bände. Mit 4 wdhl. großen Holzschnitt-TVignetten. 37,5 x 23 cm. Flexible Pappbände d. Z. (fleckig, angestaubt, geringe Gebrauchsspuren, lichtrandig) mit Pergamentrücken und hübschen zeitgenössischen Schnitt-Titeln. Venedig, Typographia Balleoniana, 1734. Der Rechtsgelehrte und römische Anwalt Luca, Giovanni Battista de (1614-1683) hatte in Neapel studiert. "Papst Innozenz XI. (1676-1689) gewann ihn zur Mitarbeit in der Kurie. Nach später Priesterweihe stieg er am 1.09.1681 in den Kardinalsrang auf. Luca gilt als einer der bekanntesten Rechtsgelehrten Italiens seiner Zeit und trat mit einer Reihe praktisch orientierter Werke, wie sie für die Zeit des Usus modernus typisch sind, hervor" (HRG III, 117). "Die Rechtsprechung der Höchsten Gerichte im Alten Europa hat großen Einfluss auf die Fortentwicklung von ius commune und ius publicum ausgeübt. In diesem Zusammenhang ist auf die Rolle der Sacra Romana Rota zu verweisen. Zur Erschließung der Rechtsprechung dieses päpstlichen Gerichts für die Rechtspraxis und für die Rechtswissenschaft der frühen Neuzeit hat der an der Kurie wirkende Advokat und spätere Kardinal Giovanni Battista de Luca sehr viel beigetragen" (Hans-Jürgen Becker, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte: Kanonistische Abteilung, Band XCV, 1, 2009). Die "Sacra Rota", bzw. das "Tribunale della Rota Romana" ist der Römische Ordentliche Appellationsgerichtshofs, der nach der "Apostolischen Signatur" das zweithöchste Gericht der römisch-katholischen Kirche darstellt und der die gesamte Gerichtsbarkeit des päpstlichen Stuhles unterlag, d. h. auch deren Warenwirtschaft und Finanzverwaltung mit der Entlohnung aller Funktionäre und deren Bediensteten, dem internationalen Handel des Kirchenstaates und generell dessen Wirtschaftstätigkeiten. Die "Centuria decisionem" enthält hundert Gesetzestexte und Erlässe vom Ende des 16. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts (1570-1655), die alle möglichen Belange, zur Verwaltung der Provinzen und Klöster des Kirchenstaats, zu deren Waren- und Geldwirtschaft, der Schuldenverwaltung, der Steuer- und Kollekteneinnahmen, den Kosten für Messen, Funeralien und anderer Obliegenheiten wie Geldwechsel, Münzprägungen und vieles, vieles mehr regeln. – Papierbedingt gering gewellt, kaum fleckig, gutes Exemplar aus einer fürstlichen Bibliothek mit hübschen Schnitttiteln in Versalien.
Testen Sie LotSearch und seine Premium-Features 7 Tage - ohne Kosten!
Lassen Sie sich automatisch über neue Objekte in kommenden Auktionen benachrichtigen.
Suchauftrag anlegen