PAAR GROSSE RHYTON-VASEN Restauration, Paris um 1820/30, in Anlehnung an das "cornet antique" des Service olympique nach einem Entwurf von Alexandre-Théodore Brongniart (1739–1813) Vergoldete Bronze. Gefäss in Form eines Füllhorns, das eine Ende in Form eines Wildschwein- bzw. Hirschkopfes. Ruhend auf eingerolltem Akanthusblatt sowie gestützt von einem Früchtefeston sowie mit Früchtegirlande dekoriert. Die Lippe mit Blattfriesrelief. Abnehmbarer Deckel in Form eines Bouquets von Blumen, Früchten und Beeren, das in einer Artischocke endet. Rechteckiger, gestufter Sockel mit Rosette, Lorbeerzweigen und Fries auf geflügelten Tatzenfüssen. 37 × 19 × 53 cm. Provenienz: - Sammlung Jozsef Pécsi (1889–1956). - Schweizer Privatbesitz, von den Erben Jozsef Pécsi’s erworben. Minimale Oxidationsspuren, Vergoldung gereinigt. Als Vorbild dieser sog. Rhyton-Füllhörnern dienten zwei Porzellan-Rhytons der Manufaktur Sèvres, welche im Louvre verwahrt sind (Inv.-Nr. OA 11174). Jene als "cornet antique" bezeichneten Exemplare wurden ca. 1806/1807 von Alexandre-Théodore Brongniart (1793–1813) für das "service olympique" der Porzellanmanufaktur Sèvres entworfen. Brongniart inspirierte sich von griechisch antiken Füllhörnern. Unsere vergoldeten Bronzemodelle weichen in der Wahl von zusätzlichen Gestaltungselementen wie beispielsweise dem Hirschkopf oder dem üppigen Früchte-, Blumen- bzw. Gemüseaufsatz vom Porzellanvorbild ab. Vergleichbare Stücke nur aus vergoldeter Bronze befanden sich in der ehem. Sammlung des verstorbenen Modeschöpfers Hubert de Givenchy, wobei jene Beispiele zweifach den Wildschweinkopf zeigen und kein Füllhorn-Aufsatz haben. Ausserdem weichen die Basen voneinander ab: bei uns sitzen die Rhyton-Vasen auf einem gestuften Sockel mit Klauenfüssen, bei Givenchy auf einem simpleren Rundsockel. Ein weiteres Beispiel eines einzelnen Füllhorns mit Wildschweinkopf aus vergoldeter Bronze ist aus dem Auktionsmarkt bekannt (Bukowskis, Stockholm, 3.–6. Dezember 2013, Lot 581). Als Hersteller jenes Exemplars wird Pierre-Philippe Thomire (1751–1843) vermutet. Interessanterweise stammen unsere Stücke aus dem Nachlass des ungarischen Fotografens Jozsef Pécsi (1889–1956). Er galt als avantgardistischer Fotograf der neuen Sachlichkeit. Ein Archivfoto aus Pécsi’s Wohnung in Budapest lässt den Füllhorneinsatz am unteren Bildrand erahnen (Quelle: Magyar Fotográfiai Múzeum, Kecskemét, Ungarn).
PAAR GROSSE RHYTON-VASEN Restauration, Paris um 1820/30, in Anlehnung an das "cornet antique" des Service olympique nach einem Entwurf von Alexandre-Théodore Brongniart (1739–1813) Vergoldete Bronze. Gefäss in Form eines Füllhorns, das eine Ende in Form eines Wildschwein- bzw. Hirschkopfes. Ruhend auf eingerolltem Akanthusblatt sowie gestützt von einem Früchtefeston sowie mit Früchtegirlande dekoriert. Die Lippe mit Blattfriesrelief. Abnehmbarer Deckel in Form eines Bouquets von Blumen, Früchten und Beeren, das in einer Artischocke endet. Rechteckiger, gestufter Sockel mit Rosette, Lorbeerzweigen und Fries auf geflügelten Tatzenfüssen. 37 × 19 × 53 cm. Provenienz: - Sammlung Jozsef Pécsi (1889–1956). - Schweizer Privatbesitz, von den Erben Jozsef Pécsi’s erworben. Minimale Oxidationsspuren, Vergoldung gereinigt. Als Vorbild dieser sog. Rhyton-Füllhörnern dienten zwei Porzellan-Rhytons der Manufaktur Sèvres, welche im Louvre verwahrt sind (Inv.-Nr. OA 11174). Jene als "cornet antique" bezeichneten Exemplare wurden ca. 1806/1807 von Alexandre-Théodore Brongniart (1793–1813) für das "service olympique" der Porzellanmanufaktur Sèvres entworfen. Brongniart inspirierte sich von griechisch antiken Füllhörnern. Unsere vergoldeten Bronzemodelle weichen in der Wahl von zusätzlichen Gestaltungselementen wie beispielsweise dem Hirschkopf oder dem üppigen Früchte-, Blumen- bzw. Gemüseaufsatz vom Porzellanvorbild ab. Vergleichbare Stücke nur aus vergoldeter Bronze befanden sich in der ehem. Sammlung des verstorbenen Modeschöpfers Hubert de Givenchy, wobei jene Beispiele zweifach den Wildschweinkopf zeigen und kein Füllhorn-Aufsatz haben. Ausserdem weichen die Basen voneinander ab: bei uns sitzen die Rhyton-Vasen auf einem gestuften Sockel mit Klauenfüssen, bei Givenchy auf einem simpleren Rundsockel. Ein weiteres Beispiel eines einzelnen Füllhorns mit Wildschweinkopf aus vergoldeter Bronze ist aus dem Auktionsmarkt bekannt (Bukowskis, Stockholm, 3.–6. Dezember 2013, Lot 581). Als Hersteller jenes Exemplars wird Pierre-Philippe Thomire (1751–1843) vermutet. Interessanterweise stammen unsere Stücke aus dem Nachlass des ungarischen Fotografens Jozsef Pécsi (1889–1956). Er galt als avantgardistischer Fotograf der neuen Sachlichkeit. Ein Archivfoto aus Pécsi’s Wohnung in Budapest lässt den Füllhorneinsatz am unteren Bildrand erahnen (Quelle: Magyar Fotográfiai Múzeum, Kecskemét, Ungarn).
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