PETER PHILLIPS (Birmingham 1939–lebt und arbeitet in London) Gemini 1: Unvarying Mean. 1981. Öl und Wachs auf Leinwand, 2-teilig. Verso auf der Leinwand und dem Keilrahmen jeweils signiert, datiert, betitelt, mit Technikangaben und Richtungspfeil: Peter Phillips Gemini 1: Unvarying Mean, 1981, oil & wax on canvas. Right / Left panel. 180 × 260 cm. Provenienz: - Walker Art Gallery, Liverpool (verso mit dem Etikett). - Privatsammlung Deutschland. Ausstellung: Liverpool 1982. retroVISION Peter PHILLIPS Walker Art Gallery, 26. Juni - 1. August, S. 76 (mit Farb.-Abb.). "There needs to be a game which is constantly played with the painting which is never resolved. It’s better that way when the painting is self-generative." – Peter Phillips Bekannt für seine plakativen Collagen, zählt Peter Phillips zu den Mitbegründern der britischen Pop Art. Sein Œuvre weist mit konventionellen Ölgemälden auf Leinwand, multimedialen Kompositionen bis hin zu Skulpturen eine enorme Spannweite auf. 1959 nimmt Phillips zusammen mit David Hockney und Allen Jones sein Studium am Royal College of Art auf. Inspiriert durch Werke von Johns und Rauschenberg, orientiert er sich bald an der amerikanischen Kultur und gibt deren kommerzielle Ikonografie und aggressiven Werbestil in seinen grossformatigen Montagebildern der 1960er Jahre wieder. 1964 erhält er das Harkness-Stipendium, zieht nach New York und stellt fortan neben Grössen wie Warhol, Lichtenstein und Rosenquist aus, bevor 1976 eine Kehrtwende in Phillips Schaffen folgt: der Künstler bedient sich, unter anderem inspiriert von de Heem, fortan Elementen des Trompe-l’oeil und erzeugt durch Verwendung verschiedener Farbarten und Materialien ein Zusammenspiel zwischen Illusion und Plastizität auf der Leinwand. Trotz einer persönlichen Lebens- und Schaffenskrise in den späten 70er Jahren, entsteht 1981 das vorliegende Werk als herausragendes Beispiel dieser späten Schaffensperiode. Obgleich die prominenten Collagen beinahe gänzlich verschwunden sind, bleibt die Bildhaftigkeit und teils vorgetäuschte Dreidimensionalität der dargestellten Sujets durch eine Kombination von Öl und Wachs im grossformatig angelegten Diptychon "Gemini 1" deutlich spürbar. Vor eher gedecktem Hintergrund präsentieren sich im Zentrum der jeweiligen Leinwand vier arrangierte Elemente, denen durch die präzise Farbwahl jeder Tafel ein eigener Charakter und Wirkung verliehen wird. Jedoch lässt Phillips davon ab, explizite Assoziationen mit Gegenständen zu induzieren, so dass auch das hier angebotene Werk unweigerlich offene Fragen hinterlässt, welche Elemente physisch real und welche auf der Leinwand erzeugte Illusionen sind.
PETER PHILLIPS (Birmingham 1939–lebt und arbeitet in London) Gemini 1: Unvarying Mean. 1981. Öl und Wachs auf Leinwand, 2-teilig. Verso auf der Leinwand und dem Keilrahmen jeweils signiert, datiert, betitelt, mit Technikangaben und Richtungspfeil: Peter Phillips Gemini 1: Unvarying Mean, 1981, oil & wax on canvas. Right / Left panel. 180 × 260 cm. Provenienz: - Walker Art Gallery, Liverpool (verso mit dem Etikett). - Privatsammlung Deutschland. Ausstellung: Liverpool 1982. retroVISION Peter PHILLIPS Walker Art Gallery, 26. Juni - 1. August, S. 76 (mit Farb.-Abb.). "There needs to be a game which is constantly played with the painting which is never resolved. It’s better that way when the painting is self-generative." – Peter Phillips Bekannt für seine plakativen Collagen, zählt Peter Phillips zu den Mitbegründern der britischen Pop Art. Sein Œuvre weist mit konventionellen Ölgemälden auf Leinwand, multimedialen Kompositionen bis hin zu Skulpturen eine enorme Spannweite auf. 1959 nimmt Phillips zusammen mit David Hockney und Allen Jones sein Studium am Royal College of Art auf. Inspiriert durch Werke von Johns und Rauschenberg, orientiert er sich bald an der amerikanischen Kultur und gibt deren kommerzielle Ikonografie und aggressiven Werbestil in seinen grossformatigen Montagebildern der 1960er Jahre wieder. 1964 erhält er das Harkness-Stipendium, zieht nach New York und stellt fortan neben Grössen wie Warhol, Lichtenstein und Rosenquist aus, bevor 1976 eine Kehrtwende in Phillips Schaffen folgt: der Künstler bedient sich, unter anderem inspiriert von de Heem, fortan Elementen des Trompe-l’oeil und erzeugt durch Verwendung verschiedener Farbarten und Materialien ein Zusammenspiel zwischen Illusion und Plastizität auf der Leinwand. Trotz einer persönlichen Lebens- und Schaffenskrise in den späten 70er Jahren, entsteht 1981 das vorliegende Werk als herausragendes Beispiel dieser späten Schaffensperiode. Obgleich die prominenten Collagen beinahe gänzlich verschwunden sind, bleibt die Bildhaftigkeit und teils vorgetäuschte Dreidimensionalität der dargestellten Sujets durch eine Kombination von Öl und Wachs im grossformatig angelegten Diptychon "Gemini 1" deutlich spürbar. Vor eher gedecktem Hintergrund präsentieren sich im Zentrum der jeweiligen Leinwand vier arrangierte Elemente, denen durch die präzise Farbwahl jeder Tafel ein eigener Charakter und Wirkung verliehen wird. Jedoch lässt Phillips davon ab, explizite Assoziationen mit Gegenständen zu induzieren, so dass auch das hier angebotene Werk unweigerlich offene Fragen hinterlässt, welche Elemente physisch real und welche auf der Leinwand erzeugte Illusionen sind.
Testen Sie LotSearch und seine Premium-Features 7 Tage - ohne Kosten!
Lassen Sie sich automatisch über neue Objekte in kommenden Auktionen benachrichtigen.
Suchauftrag anlegen