Auktionsarchiv: Los-Nr. 260

Satz von vier ebenso seltenen wie qualitätvollen Elfenbeinreliefs mit antik-mythologischen Szenendarstellungen in der Art von Ignaz Elhafen

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 260

Satz von vier ebenso seltenen wie qualitätvollen Elfenbeinreliefs mit antik-mythologischen Szenendarstellungen in der Art von Ignaz Elhafen

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

Höhe der Beinreliefschalen: je ca. 9,5 cm. Länge: 15 cm. Tiefe: max. 3,5 cm. 17. Jahrhundert.
Gefertigt jeweils aus vier Halbschalen eines Elfenbein- oder Mammutzahnteilstückes. Die Figurengruppen in die dünnwandig geschnittenen Schalenwände einkomponiert, mit den Themen: "Entführung der Europa", "Diana und Aktäon", "Diana und Kallisto" sowie "Die Erziehung des Bacchus". Das Thema der "Entführung der Europa" ist wie sämtliche andere mythologische Szenen vielfigurig angelegt. Links an der schmalen Seitenwand sitzt Europa bekleidet auf einem liegenden Stier, ihre rechte Hand hält das Horn des Tieres, während der Zeigefinger der linken Hand nach unten deutet. Ihr Haar ist hochgebunden, das Kleid mit Manteltuch kunstvoll drapiert, die Figur überfangen von einem rückwärts hochziehenden Baum, dessen Blätterkrone freigeschnitzt baldachinartig über die Figurengruppe vorzieht. Darunter ein schwebendes, geflügeltes Amorknäblein mit Bogen in der linken sowie Pfeil in der rechten Hand. Rechts nachfolgend zeigt die Szenerie insgesamt sechs Frauen, zumeist halbnackt wiedergegeben. Drei im Hintergrund aus dem Flach- ins Hochrelief übergehend, davor eine sitzende Floragestalt mit Blütenkranz im Haar und einer Rose in der erhobenen linken Hand. Im Vordergrund vollplastisch geschnitzt eine Frau mit nacktem Oberkörper, sich bückend nach einem fein geschnitzten Korb, gefüllt mit Rosenblüten, ihr Kleid bedeckt Unterleib und Oberschenkel. Im Zentrum mittig eine Frau im Halbakt in Rückenansicht, ebenfalls mit hochgebundenem Haar, die nackten Beine angezogen, stützt sie sich mit der linken Schulter an einen hohen, mit Blättern und Blumen gefüllten Korb. Nach links zu ist die Bodenebene als Uferrand wiedergegeben, wobei der Stier bereits in den Wellen des Wassers steht. Am rechten Rand der Szene als Pendant ein weiterer Baum, dessen knorrige Äste nach oben ziehen und dessen Laub ebenfalls wieder in der rechten Ecke plastisch vortritt. Die Szene "Diana und Aktäon" - ebenso vielfigurig vorgestellt - zeigt in der linken hinteren Ecke den jugendlichen Jäger Aktäon mit Lanze in die Szene hereintretend, der Kopf - der Sage gemäß - in einen Hirschkopf mit Geweih verwandelt. Der antiken Sage gemäß - überliefert durch Ovids Metamorphosen - wurde der junge Jäger Aktäon, nachdem er verbotener Weise die Jagdgöttin Diana beim Bade nackt belauscht hatte, zur Strafe in einen Hirsch verwandelt. Demgemäß ist rechts die Jagdgöttin Diana in sitzender Position nackt wiedergegeben, ihr Kleid schamhaft an der Brust gehalten, umgeben von acht weiblichen Gestalten, Jagdgespielinnen und Nymphen, von denen zwei ein Tuch hochhalten, um die nackte Diana zu verhüllen. Der Boden ist im Vordergrund als Ufer eines Gewässers wiedergegeben, in dem eine der Gespielinnen sich aus den Wogen erhebt, ebenfalls dabei sich mit einem Tuch zu verhüllen, der Oberkörper verdeckt durch ein Schilfbündel. In die rechte untere Ecke ist eine der Mädchengestalten, in sitzender Position einkomponiert, vollplastisch geschnitzt wie die im Vordergrund befindlichen Figuren, während die dahinter stehenden ins Halbrelief übergehen. In ähnlicher szenischer Auffassung wird das Thema "Diana und Kallisto" wiedergegeben. Diana im Zentrum stehend, vollplastisch geschnitzt, als Aktfigur hält sie ein Tuch vor die Brust, der Kopf bekrönt durch ein Monddiadem. Sie blickt zu der am Boden sitzenden Kallisto, die wiederum von zwei Nymphen flankiert wird und soeben aus dem Bade gestiegen ist. Im Hintergrund drei Bäume, die sich - den vorigen Szenen entsprechend - nach vorne wölben, mit fein geschnittenem Laubwerk, am Stamm des mittleren Baumes hängt der Pfeileköcher der Jagdgöttin, dahinter eine Gespielin, nur dürftig bekleidet, die wohl versehentlich ihre Scham geöffnet hat, während die rechts daneben stehende Jagdgehilfin sittlicher gekleidet erscheint. Links zwei nackte Mädchen, halbplastisch geschnitzt, mit Badetüchern. Im Vordergrund zwei weitere, in hockender und sitzender Stellung wiedergegebene Nymphen. Die insgesamt zehn Figuren entsprechend fein geschnitzt, mit feinen Übergängen der Vollplastik ins Halbr

Auktionsarchiv: Los-Nr. 260
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Beschreibung:

Höhe der Beinreliefschalen: je ca. 9,5 cm. Länge: 15 cm. Tiefe: max. 3,5 cm. 17. Jahrhundert.
Gefertigt jeweils aus vier Halbschalen eines Elfenbein- oder Mammutzahnteilstückes. Die Figurengruppen in die dünnwandig geschnittenen Schalenwände einkomponiert, mit den Themen: "Entführung der Europa", "Diana und Aktäon", "Diana und Kallisto" sowie "Die Erziehung des Bacchus". Das Thema der "Entführung der Europa" ist wie sämtliche andere mythologische Szenen vielfigurig angelegt. Links an der schmalen Seitenwand sitzt Europa bekleidet auf einem liegenden Stier, ihre rechte Hand hält das Horn des Tieres, während der Zeigefinger der linken Hand nach unten deutet. Ihr Haar ist hochgebunden, das Kleid mit Manteltuch kunstvoll drapiert, die Figur überfangen von einem rückwärts hochziehenden Baum, dessen Blätterkrone freigeschnitzt baldachinartig über die Figurengruppe vorzieht. Darunter ein schwebendes, geflügeltes Amorknäblein mit Bogen in der linken sowie Pfeil in der rechten Hand. Rechts nachfolgend zeigt die Szenerie insgesamt sechs Frauen, zumeist halbnackt wiedergegeben. Drei im Hintergrund aus dem Flach- ins Hochrelief übergehend, davor eine sitzende Floragestalt mit Blütenkranz im Haar und einer Rose in der erhobenen linken Hand. Im Vordergrund vollplastisch geschnitzt eine Frau mit nacktem Oberkörper, sich bückend nach einem fein geschnitzten Korb, gefüllt mit Rosenblüten, ihr Kleid bedeckt Unterleib und Oberschenkel. Im Zentrum mittig eine Frau im Halbakt in Rückenansicht, ebenfalls mit hochgebundenem Haar, die nackten Beine angezogen, stützt sie sich mit der linken Schulter an einen hohen, mit Blättern und Blumen gefüllten Korb. Nach links zu ist die Bodenebene als Uferrand wiedergegeben, wobei der Stier bereits in den Wellen des Wassers steht. Am rechten Rand der Szene als Pendant ein weiterer Baum, dessen knorrige Äste nach oben ziehen und dessen Laub ebenfalls wieder in der rechten Ecke plastisch vortritt. Die Szene "Diana und Aktäon" - ebenso vielfigurig vorgestellt - zeigt in der linken hinteren Ecke den jugendlichen Jäger Aktäon mit Lanze in die Szene hereintretend, der Kopf - der Sage gemäß - in einen Hirschkopf mit Geweih verwandelt. Der antiken Sage gemäß - überliefert durch Ovids Metamorphosen - wurde der junge Jäger Aktäon, nachdem er verbotener Weise die Jagdgöttin Diana beim Bade nackt belauscht hatte, zur Strafe in einen Hirsch verwandelt. Demgemäß ist rechts die Jagdgöttin Diana in sitzender Position nackt wiedergegeben, ihr Kleid schamhaft an der Brust gehalten, umgeben von acht weiblichen Gestalten, Jagdgespielinnen und Nymphen, von denen zwei ein Tuch hochhalten, um die nackte Diana zu verhüllen. Der Boden ist im Vordergrund als Ufer eines Gewässers wiedergegeben, in dem eine der Gespielinnen sich aus den Wogen erhebt, ebenfalls dabei sich mit einem Tuch zu verhüllen, der Oberkörper verdeckt durch ein Schilfbündel. In die rechte untere Ecke ist eine der Mädchengestalten, in sitzender Position einkomponiert, vollplastisch geschnitzt wie die im Vordergrund befindlichen Figuren, während die dahinter stehenden ins Halbrelief übergehen. In ähnlicher szenischer Auffassung wird das Thema "Diana und Kallisto" wiedergegeben. Diana im Zentrum stehend, vollplastisch geschnitzt, als Aktfigur hält sie ein Tuch vor die Brust, der Kopf bekrönt durch ein Monddiadem. Sie blickt zu der am Boden sitzenden Kallisto, die wiederum von zwei Nymphen flankiert wird und soeben aus dem Bade gestiegen ist. Im Hintergrund drei Bäume, die sich - den vorigen Szenen entsprechend - nach vorne wölben, mit fein geschnittenem Laubwerk, am Stamm des mittleren Baumes hängt der Pfeileköcher der Jagdgöttin, dahinter eine Gespielin, nur dürftig bekleidet, die wohl versehentlich ihre Scham geöffnet hat, während die rechts daneben stehende Jagdgehilfin sittlicher gekleidet erscheint. Links zwei nackte Mädchen, halbplastisch geschnitzt, mit Badetüchern. Im Vordergrund zwei weitere, in hockender und sitzender Stellung wiedergegebene Nymphen. Die insgesamt zehn Figuren entsprechend fein geschnitzt, mit feinen Übergängen der Vollplastik ins Halbr

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