Auktionsarchiv: Los-Nr. 8288

Schmidt-Rottluff, Karl Bucht an der Nehrung

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 8288

Schmidt-Rottluff, Karl Bucht an der Nehrung

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

Bucht an der Nehrung Holzschnitt auf Bütten. 1913. 27,5 x 34,2 cm (36,8 x 41,4 cm). Signiert "S. Rottluff" und datiert. Schapire H 121. Nachdem sich Ende Mai 1913 die Künstlergemeinschaft "Brücke" aufgelöst hatte, verbrachte Schmidt-Rottluff den Sommer dieses Jahres in einem Fischerhaus in Nidden auf der Kurischen Nehrung Ostpreußens, das Max Pechstein 1909 und 1911 auch schon aufgesucht hatte. In einem intensiven Arbeitssommer schuf Schmidt-Rottluff Holzschnitte zwischen "Abstraktion und Einfühlung" (Worringer) von elementarer Unmittelbarkeit. "Als Edvard Munch 1907 Holzschnitte von Karl Schmidt-Rottluff sah, seufzte er auf: 'Gott soll uns schützen. Wir gehen schweren Zeiten entgegen.' Was immer der stille Norweger damit gemeint hat, er spürte die Kraft, die in dem jungen Künstler wohnte, sah, wie er dem sperrigen Holz unerhörte Gestaltungsmöglichkeiten entriss. Der bedeutende Kunsthistoriker Dr. Wilhelm Niemeyer fand später für das, was Munch erschreckte, das zutreffende Wort: 'Flächenwucht'. Sichtbar, spürbar die Härte, mit der Schmidt-Rottluff seine Sprache vortrug... Schon bald gelangte er zu einer souveränen Beherrschung der graphischen Mittel. Letztlich prägte ein monumentales, vom Holzschnitt inspiriertes, architekturales Wissen das gesamte Schaffen Schmidt-Rottluffs. Was immer sich im Werk des Künstlers entwickelte, die ersten Spuren hinterließ es im Holzschnitt. Ausgehend von den hier gemachten kompositorischen Erfahrungen entfalteten sich Grundzüge der Gestaltung im Gemälde, im Aquarell, in der Zeichnung, der Lithographie und in den Radierungen. Sogar in den 'Gebrauchsblättern' - Mitgliedskarten, Brückeberichten, Briefbogenköpfen, Exlibris, Besuchskarten, Titel- und Schriftblättern brach sich die 'Flächenwucht' des Holzschnittes herrisch Bahn." (Gerd Presler, in: Karl Schmidt-Rottluff Ausgewählte Druckgraphik aus der Sammlung Niemeyer, Ausst.-Kat. Berlin 2008). Prachtvoller, tiefschwarzer und satter Druck mit breitem Rand. Von großer Seltenheit .

Auktionsarchiv: Los-Nr. 8288
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Bucht an der Nehrung Holzschnitt auf Bütten. 1913. 27,5 x 34,2 cm (36,8 x 41,4 cm). Signiert "S. Rottluff" und datiert. Schapire H 121. Nachdem sich Ende Mai 1913 die Künstlergemeinschaft "Brücke" aufgelöst hatte, verbrachte Schmidt-Rottluff den Sommer dieses Jahres in einem Fischerhaus in Nidden auf der Kurischen Nehrung Ostpreußens, das Max Pechstein 1909 und 1911 auch schon aufgesucht hatte. In einem intensiven Arbeitssommer schuf Schmidt-Rottluff Holzschnitte zwischen "Abstraktion und Einfühlung" (Worringer) von elementarer Unmittelbarkeit. "Als Edvard Munch 1907 Holzschnitte von Karl Schmidt-Rottluff sah, seufzte er auf: 'Gott soll uns schützen. Wir gehen schweren Zeiten entgegen.' Was immer der stille Norweger damit gemeint hat, er spürte die Kraft, die in dem jungen Künstler wohnte, sah, wie er dem sperrigen Holz unerhörte Gestaltungsmöglichkeiten entriss. Der bedeutende Kunsthistoriker Dr. Wilhelm Niemeyer fand später für das, was Munch erschreckte, das zutreffende Wort: 'Flächenwucht'. Sichtbar, spürbar die Härte, mit der Schmidt-Rottluff seine Sprache vortrug... Schon bald gelangte er zu einer souveränen Beherrschung der graphischen Mittel. Letztlich prägte ein monumentales, vom Holzschnitt inspiriertes, architekturales Wissen das gesamte Schaffen Schmidt-Rottluffs. Was immer sich im Werk des Künstlers entwickelte, die ersten Spuren hinterließ es im Holzschnitt. Ausgehend von den hier gemachten kompositorischen Erfahrungen entfalteten sich Grundzüge der Gestaltung im Gemälde, im Aquarell, in der Zeichnung, der Lithographie und in den Radierungen. Sogar in den 'Gebrauchsblättern' - Mitgliedskarten, Brückeberichten, Briefbogenköpfen, Exlibris, Besuchskarten, Titel- und Schriftblättern brach sich die 'Flächenwucht' des Holzschnittes herrisch Bahn." (Gerd Presler, in: Karl Schmidt-Rottluff Ausgewählte Druckgraphik aus der Sammlung Niemeyer, Ausst.-Kat. Berlin 2008). Prachtvoller, tiefschwarzer und satter Druck mit breitem Rand. Von großer Seltenheit .

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