"unsere tapferen Japaner" - Siebold, Heinrich (Henry) von, jüngerer Sohn Philipp Franz von Siebolds, Japanologe, begleitete 1869 seinen Bruder Alexander nach Japan, bedeutender Sammler, gilt neben Edward S. Morse als Begründer der neuzeitlichen Archäologie in Japan (1852-1908). 4 eigh. Briefe m. U. „H Fhr von Siebold“, „Baron v. Siebold“ und „Baron H. von Siebold“. Zus. 10 S. 2 Briefe mit gekröntem Monogramm „HS“ im Briefkopf. 8vo und kl. 4to. O. O. bzw. Tokio und Schloss Freudenstein bei Bozen (ca. 1875) - 1902. An die Wiener Salonière Rosa von Gerold. „... Darf ich mir die Freiheit nehmen, Ihnen ... anbeifolgend eine Porcelan Schaale, ein Erzeugniß japanischer Industrie als bescheidene Erinnerung anzubieten ...“ (um 1875). - Am 27. Oktober 1894 schreibt er aus Tokio, entschuldigt sich für langes Schweigen und übersendet sein Porträt. „... Wenn ein schöner Traum sich erfüllt haben würde, so wäre ich wohl an Stelle dieser Zeilen in unserem lieben Wien - leider aber haben sich, wie Sie ja aus den Zeitungen verfolgt haben dürften, die Zustände hier so ernst gestaltet, dass ich jedenfalls noch bis zum Friedenschlusse mit China ausharren muss. Wann dieser Moment aber eintreffen dürfte, ist vorläufig noch recht schwierig mit Sicherheit zu bestimmen. Unsere tapferen Japaner werden kaum ihrem Siegeslaufe Einhalt thun - bis die Kaiserliche Standarte auf Mauern von Peking entfaltet sein wird - es sei denn dass die fremden Mächte, willig und in der Lage, auf die Japaner eine sehr starken Druck auszuüben. Alle bisherigen Versuche sind gescheitert.- Watanabe’s, die ich, obgleich dieselben sehr zurückgezogen leben, öfters sehe, bitten mich Ihnen die herzlichsten Grüsse zu übermitteln ... In Anbetracht des Krieges wird dieser Winter hier wohl besonders still vergehen, wie überhaupt der Verkehr in gesellschaftlicher Beziehung mit den Japanern sehr abgenommen hat - ganz kann ich es ihnen nicht verdenken! ...“. - Am 5. November 1902 schreibt er aus Eppau (Bozen): „... Bei der grossen Interesse, die Sie stets für Japan gehegt haben, dürfte es Sie auch interessiren zu erfahren, dass ich mit der Ausarbeitung meiner ‚Souvenirs du Japan’ - während 25 Jahren in Ostasien gesammelt, beschäftigt bin ...“. - Beiliegend der Brief eines W. Siebold, gleichfalls an Rosa von Gerold. "... Fast habe ich mir Vorwürfe gemacht, Sie bei Ihrem Besuche in d. japanischen Ausstellung vernachlässigt zu haben ..." ("Hotel Bristol" o. J.).
"unsere tapferen Japaner" - Siebold, Heinrich (Henry) von, jüngerer Sohn Philipp Franz von Siebolds, Japanologe, begleitete 1869 seinen Bruder Alexander nach Japan, bedeutender Sammler, gilt neben Edward S. Morse als Begründer der neuzeitlichen Archäologie in Japan (1852-1908). 4 eigh. Briefe m. U. „H Fhr von Siebold“, „Baron v. Siebold“ und „Baron H. von Siebold“. Zus. 10 S. 2 Briefe mit gekröntem Monogramm „HS“ im Briefkopf. 8vo und kl. 4to. O. O. bzw. Tokio und Schloss Freudenstein bei Bozen (ca. 1875) - 1902. An die Wiener Salonière Rosa von Gerold. „... Darf ich mir die Freiheit nehmen, Ihnen ... anbeifolgend eine Porcelan Schaale, ein Erzeugniß japanischer Industrie als bescheidene Erinnerung anzubieten ...“ (um 1875). - Am 27. Oktober 1894 schreibt er aus Tokio, entschuldigt sich für langes Schweigen und übersendet sein Porträt. „... Wenn ein schöner Traum sich erfüllt haben würde, so wäre ich wohl an Stelle dieser Zeilen in unserem lieben Wien - leider aber haben sich, wie Sie ja aus den Zeitungen verfolgt haben dürften, die Zustände hier so ernst gestaltet, dass ich jedenfalls noch bis zum Friedenschlusse mit China ausharren muss. Wann dieser Moment aber eintreffen dürfte, ist vorläufig noch recht schwierig mit Sicherheit zu bestimmen. Unsere tapferen Japaner werden kaum ihrem Siegeslaufe Einhalt thun - bis die Kaiserliche Standarte auf Mauern von Peking entfaltet sein wird - es sei denn dass die fremden Mächte, willig und in der Lage, auf die Japaner eine sehr starken Druck auszuüben. Alle bisherigen Versuche sind gescheitert.- Watanabe’s, die ich, obgleich dieselben sehr zurückgezogen leben, öfters sehe, bitten mich Ihnen die herzlichsten Grüsse zu übermitteln ... In Anbetracht des Krieges wird dieser Winter hier wohl besonders still vergehen, wie überhaupt der Verkehr in gesellschaftlicher Beziehung mit den Japanern sehr abgenommen hat - ganz kann ich es ihnen nicht verdenken! ...“. - Am 5. November 1902 schreibt er aus Eppau (Bozen): „... Bei der grossen Interesse, die Sie stets für Japan gehegt haben, dürfte es Sie auch interessiren zu erfahren, dass ich mit der Ausarbeitung meiner ‚Souvenirs du Japan’ - während 25 Jahren in Ostasien gesammelt, beschäftigt bin ...“. - Beiliegend der Brief eines W. Siebold, gleichfalls an Rosa von Gerold. "... Fast habe ich mir Vorwürfe gemacht, Sie bei Ihrem Besuche in d. japanischen Ausstellung vernachlässigt zu haben ..." ("Hotel Bristol" o. J.).
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