Frauenbildnis mit entblößten Schultern Öl auf Leinwand, auf Karton aufgezogen. Um 1930. 33 x 23,4 cm. In der Darstellung rechts mit Pinsel in Braun mit dem Künstlersignet "Tpt". Nicht bei Wietek. Nach der Gründung der "Novembergruppe" 1918 unterrichtet Tappert seit 1919 an der Schöneberger Kunstschule und der Reimann-Schule. In den Zwanziger und Dreißiger Jahren malt er oft Frauen aus den Berliner Nachtbars, Varietés, Cafés und der Zirkus- und Theaterwelt. Eindeutig sucht der Künstler in der Darstellung dieser Frau mit entblößten Schultern den Porträtcharakter herauszuarbeiten. Wietek findet in den Aktdarstellungen Tapperts zu dieser Zeit eine "manchmal betroffen machende und herausfordernde 'Menschlichkeit'" (Wietek 1980, S. 66). Anatomie und Physiognomie der Frau sind ebenso deutlich und ungeschönt geschildert wie der psychologische Ausdruck. Es entsteht die beinahe prototypisch wirkende Darstellung einer selbstbewussten Frau mit moderner Kurzhaarfrisur und geschminkten Lippen, die sich, trotz ihres entblößten Oberkörpers, sicher und entschlossen, mit leicht erhobenem Kinn, zeichnen lässt. Der dezente, grünlich-graue Hintergrund lässt das lebhafte Kolorit des plastisch modellierten Inkarnats umso kräftiger leuchten.
Frauenbildnis mit entblößten Schultern Öl auf Leinwand, auf Karton aufgezogen. Um 1930. 33 x 23,4 cm. In der Darstellung rechts mit Pinsel in Braun mit dem Künstlersignet "Tpt". Nicht bei Wietek. Nach der Gründung der "Novembergruppe" 1918 unterrichtet Tappert seit 1919 an der Schöneberger Kunstschule und der Reimann-Schule. In den Zwanziger und Dreißiger Jahren malt er oft Frauen aus den Berliner Nachtbars, Varietés, Cafés und der Zirkus- und Theaterwelt. Eindeutig sucht der Künstler in der Darstellung dieser Frau mit entblößten Schultern den Porträtcharakter herauszuarbeiten. Wietek findet in den Aktdarstellungen Tapperts zu dieser Zeit eine "manchmal betroffen machende und herausfordernde 'Menschlichkeit'" (Wietek 1980, S. 66). Anatomie und Physiognomie der Frau sind ebenso deutlich und ungeschönt geschildert wie der psychologische Ausdruck. Es entsteht die beinahe prototypisch wirkende Darstellung einer selbstbewussten Frau mit moderner Kurzhaarfrisur und geschminkten Lippen, die sich, trotz ihres entblößten Oberkörpers, sicher und entschlossen, mit leicht erhobenem Kinn, zeichnen lässt. Der dezente, grünlich-graue Hintergrund lässt das lebhafte Kolorit des plastisch modellierten Inkarnats umso kräftiger leuchten.
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