Andrea Scacciati 1642 Florenz - 1710 Florenz Monumentales Stillleben mit Rosen, Tulpen, Lilien und anderen Blumen in einer Bronzevase Öl auf Leinwand (doubliert). 146 x 203 cm. Signiert und datiert unten Mitte: Andreas D[?] de Scacciatis Flor[entin]us Civis Pinxit A: 1687. Ausstellungen „Stille Welt. Italienische Stilleben. Arcimboldo, Caravaggio, Strozzi …“, München, Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, 6.12.2002-23.2.2003. - „La natura morta italiana: da Caravaggio al Settecento“, Florenz, Palazzo Strozzi, 26.6-12.10.2003. Literatur Ausst.-Kat. „Stille Welt. Italienische Stilleben. Arcimboldo, Caravaggio, Strozzi …“, München, Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, 6.12.2002-23.2.2003, bzw. „La natura morta italiana: da Caravaggio al Settecento“, Florenz, Palazzo Strozzi, 26.6-12.10.2003, Mailand 2002, S. 408, Abb. S. 408-9. - Sandro Bellesi: Catalogo dei pittori fiorentini del 600 e 700. Biografie e opere, 3 Bde., Florenz 2009, Bd. 3, S. 300, Abb. 1492. – Sandro Bellesi: Andrea Scacciati Pittore di fiori, frutta e animali a Firenze in età tardobarocca, Florenz 2012, S. 135 (mit Abb.). Andrea Scacciati war neben Bartolomeo Bimbi der bedeutendste Florentiner Stilllebenmaler der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Ausgebildet in Florenz durch Mario Belassi und Lorenzo Lippi bezog er Anregungen für sein Werk auch aus der niederländischen Stilllebenmalerei eines Jan Davidsz de Heem oder der römischen Schule des Mario de' Fiori. Zu den Auftraggebern des Künstlers zählten unter anderen Großherzog Cosimo III., für den er mehrere Gemälde zur Ausschmückung der Villa dell'Ambrogiana ausführte, sowie dessen Mutter Vittoria della Rovere. Darüber hinaus arbeitet er für den toskanischen Adel wie auch für britische Aristokraten, die im Verlauf ihrer „Grand Tour“ Florenz besuchten. Unser monumentales Stillleben wurde in der bislang bedeutendsten, von Mina Gregori kuratierten Ausstellung zu italienischer Stilllebenmalerei 2002/03 in München und Florenz gezeigt. Im Ausstellungskatalog schreibt Stefano Cascili: „Das waagerechte Format und die Maße verleihen diesem außergewöhnlichen, signierten und 1684 [sic; eigentlich 1687] datierten Bild einen monumentalen und dekorativen Charakter. Der enorme Strauß mit unterschiedlichsten Blumensorten (unter anderem Rosen, Tulpen, Kresse, Winden, Anemonen, Lilien, Levkojen, Mohn, Narzissen, Nelken, Flieder, Eibisch, Lichtnelken, Schachblumen) quillt aus einer metallischen Bodenvase, die mit Bildwerken geschmückt ist. Die charakteristische Motivfülle im Bildmittelpunkt, wo zarte, ganz helle Rosen neben Anemonen und Narzissen angeordnet sind, lässt an Werke flämischer und römischer Malerei denken wie Jan David de Heem und Jerome Galle. Die dekorative barocke Wucht und die Wahl der ungewöhnlich geformten Metallvase lässt wiederum die römische Blumenmalerei anklingen. […] Das Bild beeindruckt vor allem durch die satte, pastose Farbgebung, die eine beinahe tastbare Struktur schafft wie sie auch in anderen Werken Scacciatis vorkommt.“ Aufgrund des monumentalen Formats, der malerischen Brillanz und der außergewöhnlichen Signatur zählt das vorliegende Stillleben zu den Hauptwerken des Künstlers.
Andrea Scacciati 1642 Florenz - 1710 Florenz Monumentales Stillleben mit Rosen, Tulpen, Lilien und anderen Blumen in einer Bronzevase Öl auf Leinwand (doubliert). 146 x 203 cm. Signiert und datiert unten Mitte: Andreas D[?] de Scacciatis Flor[entin]us Civis Pinxit A: 1687. Ausstellungen „Stille Welt. Italienische Stilleben. Arcimboldo, Caravaggio, Strozzi …“, München, Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, 6.12.2002-23.2.2003. - „La natura morta italiana: da Caravaggio al Settecento“, Florenz, Palazzo Strozzi, 26.6-12.10.2003. Literatur Ausst.-Kat. „Stille Welt. Italienische Stilleben. Arcimboldo, Caravaggio, Strozzi …“, München, Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, 6.12.2002-23.2.2003, bzw. „La natura morta italiana: da Caravaggio al Settecento“, Florenz, Palazzo Strozzi, 26.6-12.10.2003, Mailand 2002, S. 408, Abb. S. 408-9. - Sandro Bellesi: Catalogo dei pittori fiorentini del 600 e 700. Biografie e opere, 3 Bde., Florenz 2009, Bd. 3, S. 300, Abb. 1492. – Sandro Bellesi: Andrea Scacciati Pittore di fiori, frutta e animali a Firenze in età tardobarocca, Florenz 2012, S. 135 (mit Abb.). Andrea Scacciati war neben Bartolomeo Bimbi der bedeutendste Florentiner Stilllebenmaler der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts. Ausgebildet in Florenz durch Mario Belassi und Lorenzo Lippi bezog er Anregungen für sein Werk auch aus der niederländischen Stilllebenmalerei eines Jan Davidsz de Heem oder der römischen Schule des Mario de' Fiori. Zu den Auftraggebern des Künstlers zählten unter anderen Großherzog Cosimo III., für den er mehrere Gemälde zur Ausschmückung der Villa dell'Ambrogiana ausführte, sowie dessen Mutter Vittoria della Rovere. Darüber hinaus arbeitet er für den toskanischen Adel wie auch für britische Aristokraten, die im Verlauf ihrer „Grand Tour“ Florenz besuchten. Unser monumentales Stillleben wurde in der bislang bedeutendsten, von Mina Gregori kuratierten Ausstellung zu italienischer Stilllebenmalerei 2002/03 in München und Florenz gezeigt. Im Ausstellungskatalog schreibt Stefano Cascili: „Das waagerechte Format und die Maße verleihen diesem außergewöhnlichen, signierten und 1684 [sic; eigentlich 1687] datierten Bild einen monumentalen und dekorativen Charakter. Der enorme Strauß mit unterschiedlichsten Blumensorten (unter anderem Rosen, Tulpen, Kresse, Winden, Anemonen, Lilien, Levkojen, Mohn, Narzissen, Nelken, Flieder, Eibisch, Lichtnelken, Schachblumen) quillt aus einer metallischen Bodenvase, die mit Bildwerken geschmückt ist. Die charakteristische Motivfülle im Bildmittelpunkt, wo zarte, ganz helle Rosen neben Anemonen und Narzissen angeordnet sind, lässt an Werke flämischer und römischer Malerei denken wie Jan David de Heem und Jerome Galle. Die dekorative barocke Wucht und die Wahl der ungewöhnlich geformten Metallvase lässt wiederum die römische Blumenmalerei anklingen. […] Das Bild beeindruckt vor allem durch die satte, pastose Farbgebung, die eine beinahe tastbare Struktur schafft wie sie auch in anderen Werken Scacciatis vorkommt.“ Aufgrund des monumentalen Formats, der malerischen Brillanz und der außergewöhnlichen Signatur zählt das vorliegende Stillleben zu den Hauptwerken des Künstlers.
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