Auktionsarchiv: Los-Nr. 1572

Boccaccio, Giovanni

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 1572

Boccaccio, Giovanni

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

Prachtexemplar Boccaccio, Giovanni. Le Décameron. (Übersetzt von Antoine Le Mâcon). 5 Bände. Mit 5 Kupfertiteln, gestochenem Portrait, 110 Kupfertafeln und 97 gestochenen Vignetten nach Gravelot, Boucher, Chochin und Eisen. 21,8 x 13,4 cm. Orangefarbene geglättete Maroquinbände um 1883 (gering beschabt, fleckig und minimal bestoßen; signiert: "Chambolle-Duru") über 5 Zierbünden reicher RVergoldung, goldgeprägtem RTitel, dreifachen Deckel- und doppelten Stehkantenfileten, reicher Innenkantenvergoldung und Goldschnitt. "London" (d. i. Paris, Prault), 1757-1761. Vgl. Rümann 183. Cohen-de Ricci 160. Brivois 61. Fürstenberg 78. Lewine 71. Salomons, Eisen, 67. Salomon, Gravelot, 43, Sander 183. Vicaire I, 824. Weller, Fing. Dr., II, 147 (alle die Normalausgabe mit 110 Kupfern). – Erste französische Ausgabe mit diesen Illustrationen, gedruckt auf großem Hollandbütten mit den Kupfern der im gleichen Jahr erschienenen italienischen Ausgabe. "Parallelausgabe der auf den Titelblättern 1757 datierten italienischen Ausgabe, deren Herausgabe sich jedoch auf Grund der Datierungen der Schlußvignetten ebenfalls auf die Jahre 1757 bis 1761 erstreckt haben muß, was allen bisherigen Bibliographen entgangen ist. Cohen sah daher in der französischen Ausgabe einen Zweitdruck - gekennzeichnet durch zwei neue Kupfer und eine abweichende Verteilung der Vignetten - und ließ sich zu der unberechtigten Schlußfolgerung verführen, die Illustrationen der geschätzteren französischen Ausgabe seien von geringerer Druckqualität, was generell unzutreffend ist" (Fürstenberg, Ausstallungskatalog, 26). – Von nicht erwähnenswerten Flecken abgesehen ein durchgehend sauberes, nahezu tadellos erhaltenes Prachtexemplar von außergewöhnlicher Breitrandigkeit (im unteren Rand über 70 mm), ein Feuerwerk der überfeinerten Rokoko-Buchkunst, dem die berühmte Binderwerkstatt von René Victor Chambolle (1834-1898) und Hippolyte Duru (gest. 1884) ein passendes Gewand angelegt hat: die Innenkantendentelles mit präzisen Akanthus-Guillochen um kleine Puttenköpfe, die von Meandern umspielt zwei Trompeten blasen. Jeweils im vorderen Innendeckel mit Gold signiert "Chamboll-Duru".

Auktionsarchiv: Los-Nr. 1572
Beschreibung:

Prachtexemplar Boccaccio, Giovanni. Le Décameron. (Übersetzt von Antoine Le Mâcon). 5 Bände. Mit 5 Kupfertiteln, gestochenem Portrait, 110 Kupfertafeln und 97 gestochenen Vignetten nach Gravelot, Boucher, Chochin und Eisen. 21,8 x 13,4 cm. Orangefarbene geglättete Maroquinbände um 1883 (gering beschabt, fleckig und minimal bestoßen; signiert: "Chambolle-Duru") über 5 Zierbünden reicher RVergoldung, goldgeprägtem RTitel, dreifachen Deckel- und doppelten Stehkantenfileten, reicher Innenkantenvergoldung und Goldschnitt. "London" (d. i. Paris, Prault), 1757-1761. Vgl. Rümann 183. Cohen-de Ricci 160. Brivois 61. Fürstenberg 78. Lewine 71. Salomons, Eisen, 67. Salomon, Gravelot, 43, Sander 183. Vicaire I, 824. Weller, Fing. Dr., II, 147 (alle die Normalausgabe mit 110 Kupfern). – Erste französische Ausgabe mit diesen Illustrationen, gedruckt auf großem Hollandbütten mit den Kupfern der im gleichen Jahr erschienenen italienischen Ausgabe. "Parallelausgabe der auf den Titelblättern 1757 datierten italienischen Ausgabe, deren Herausgabe sich jedoch auf Grund der Datierungen der Schlußvignetten ebenfalls auf die Jahre 1757 bis 1761 erstreckt haben muß, was allen bisherigen Bibliographen entgangen ist. Cohen sah daher in der französischen Ausgabe einen Zweitdruck - gekennzeichnet durch zwei neue Kupfer und eine abweichende Verteilung der Vignetten - und ließ sich zu der unberechtigten Schlußfolgerung verführen, die Illustrationen der geschätzteren französischen Ausgabe seien von geringerer Druckqualität, was generell unzutreffend ist" (Fürstenberg, Ausstallungskatalog, 26). – Von nicht erwähnenswerten Flecken abgesehen ein durchgehend sauberes, nahezu tadellos erhaltenes Prachtexemplar von außergewöhnlicher Breitrandigkeit (im unteren Rand über 70 mm), ein Feuerwerk der überfeinerten Rokoko-Buchkunst, dem die berühmte Binderwerkstatt von René Victor Chambolle (1834-1898) und Hippolyte Duru (gest. 1884) ein passendes Gewand angelegt hat: die Innenkantendentelles mit präzisen Akanthus-Guillochen um kleine Puttenköpfe, die von Meandern umspielt zwei Trompeten blasen. Jeweils im vorderen Innendeckel mit Gold signiert "Chamboll-Duru".

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