Auktionsarchiv: Los-Nr. 305

Schuppenpanzer aus Bronze. Östlicher

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Auktionsarchiv: Los-Nr. 305

Schuppenpanzer aus Bronze. Östlicher

Schätzpreis
Zuschlagspreis:
n. a.
Beschreibung:

Schuppenpanzer aus Bronze. Östlicher Mittelmeerraum, Ende 2. - frühes 1. Jt. v. Chr. ca. 400 Schuppen, die auf eine moderne Lederweste aufgenäht sind, sowie einige beiliegende Fragmente. L der Schuppen ca. 5 - 7cm. Insgesamt vier verschiedene Schuppenarten: a) mit geradem Mittelwulst, b) mit hakenförmigem Wulst nach rechts gebogen, c) mit hakenförmigem Wulst nach links gebogen, d) mit 3 Paaren rechteckiger Befestigungslöcher. a)-c) mit 2-3 Paaren runder Löcher. Die meisten Schuppen sind rechteckig mit einem abgerundeten Ende. Einige Schuppen sind zungenförmig und nach oben schmaler werdend. Provenienz: Ex Shlomo Moussaieff Collection, 1948 - 2000. Exportiert mit der Ausfuhrgenehmigung der israelischen Antikenbehörde. Bei Gorny & Mosch Auktion 260, 2018, Los 149. Schuppenpanzer waren wohl schon seit der Mitte des 2. Jts. v. Chr. im Gebrauch. Neben zahlreichen Belegen aus dem Nahen Osten gibt es auch überlieferte Stücke aus Ägypten, etwa aus dem Grab des Tut Anch Amun. Mit dieser Schutzwaffe wurden aber nicht nur Menschen, sondern auch Pferde und Belagerungsmaschinen versehen. Die meisten publizierten Stücke besitzen eine gerade Mittelrippe und nicht wie hier gebogene randliche Rippen. Später war diese Art der Bewaffnung typisch für sog. Kataphrakten (gr.), schwer bewaffnete Reiter, die in persischen, römischen und byzantinischen Armeen eingesetzt wurden. Die Griechen trafen zum ersten Mal auf Kataphrakten in den Perserkriegen im 5. Jh. v. Chr. Die Römer lernten die gepanzerten Reiter in der Schlacht von Carrhae und im Kampf gegen Tigranes den Großen in Tigranocerta 69 v. Chr. kennen. Erst unter Kaiser Gallienus wurde bei den Römern eine schwere Reiterei nach persischem Vorbild gebildet, die das Rückgrat der spätantiken römischen Armee wurde. Zur frühen Bewaffung s. C. Trimm, Fighting for the King and the Gods: A Survey of Warfare in the Ancient Near East (2017) 542 ff.; F. De Backer, Scale-Armour in the Neo-Assyrian Period, State Archives of Assyria Bulletin XIX, 2011-2012, 155 ff. Bronze cuirass with about 400 scales of four different types, sewn on a modern leather vest. Eastern mediterranean, late 2nd - early 1st millenium B.C. Green patina, some fragments missing, enclosed several loose scales. •Die folgende Losnummer befindet sich in der Vorübergehenden Verwendung. This lot number is a subject to temporary admission. Grüne Patina, teilweise fragmentarisch.; OBJEKTE; ALTER ORIENT; diverse
Erhaltung: Grüne Patina, teilweise fragmentarisch.

Auktionsarchiv: Los-Nr. 305
Beschreibung:

Schuppenpanzer aus Bronze. Östlicher Mittelmeerraum, Ende 2. - frühes 1. Jt. v. Chr. ca. 400 Schuppen, die auf eine moderne Lederweste aufgenäht sind, sowie einige beiliegende Fragmente. L der Schuppen ca. 5 - 7cm. Insgesamt vier verschiedene Schuppenarten: a) mit geradem Mittelwulst, b) mit hakenförmigem Wulst nach rechts gebogen, c) mit hakenförmigem Wulst nach links gebogen, d) mit 3 Paaren rechteckiger Befestigungslöcher. a)-c) mit 2-3 Paaren runder Löcher. Die meisten Schuppen sind rechteckig mit einem abgerundeten Ende. Einige Schuppen sind zungenförmig und nach oben schmaler werdend. Provenienz: Ex Shlomo Moussaieff Collection, 1948 - 2000. Exportiert mit der Ausfuhrgenehmigung der israelischen Antikenbehörde. Bei Gorny & Mosch Auktion 260, 2018, Los 149. Schuppenpanzer waren wohl schon seit der Mitte des 2. Jts. v. Chr. im Gebrauch. Neben zahlreichen Belegen aus dem Nahen Osten gibt es auch überlieferte Stücke aus Ägypten, etwa aus dem Grab des Tut Anch Amun. Mit dieser Schutzwaffe wurden aber nicht nur Menschen, sondern auch Pferde und Belagerungsmaschinen versehen. Die meisten publizierten Stücke besitzen eine gerade Mittelrippe und nicht wie hier gebogene randliche Rippen. Später war diese Art der Bewaffnung typisch für sog. Kataphrakten (gr.), schwer bewaffnete Reiter, die in persischen, römischen und byzantinischen Armeen eingesetzt wurden. Die Griechen trafen zum ersten Mal auf Kataphrakten in den Perserkriegen im 5. Jh. v. Chr. Die Römer lernten die gepanzerten Reiter in der Schlacht von Carrhae und im Kampf gegen Tigranes den Großen in Tigranocerta 69 v. Chr. kennen. Erst unter Kaiser Gallienus wurde bei den Römern eine schwere Reiterei nach persischem Vorbild gebildet, die das Rückgrat der spätantiken römischen Armee wurde. Zur frühen Bewaffung s. C. Trimm, Fighting for the King and the Gods: A Survey of Warfare in the Ancient Near East (2017) 542 ff.; F. De Backer, Scale-Armour in the Neo-Assyrian Period, State Archives of Assyria Bulletin XIX, 2011-2012, 155 ff. Bronze cuirass with about 400 scales of four different types, sewn on a modern leather vest. Eastern mediterranean, late 2nd - early 1st millenium B.C. Green patina, some fragments missing, enclosed several loose scales. •Die folgende Losnummer befindet sich in der Vorübergehenden Verwendung. This lot number is a subject to temporary admission. Grüne Patina, teilweise fragmentarisch.; OBJEKTE; ALTER ORIENT; diverse
Erhaltung: Grüne Patina, teilweise fragmentarisch.

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